Wandern - Weitwandern - Bergwandern - Outdoor Sport

ich, am Weg

01
Ma
Wiener Stadtwanderweg 13 (Nord-Süd)
01.05.2016 16:05

Ein wanderbarer Querschnitt durch die Stadt Wien gefällig?

Im zweiten Teil des Wanderprojekts "vergessene Wanderwege", welches ich gemeinsam mit Martin von gehlebt.at führe , haben wir uns nun den ehemaligen Wiener Stadtwanderweg 13 (Nord-Süd) vorgenommen.
Wie schon der Stadtwanderweg 12 war auch dieser einst Teil eines prallen Wiener Wanderprogramms und sollte mittels Stempelkarte dazu motivieren sich eine Wiener Wandernadel zu holen. Eine sichtbare Kennzeichnung haben sie jedoch nie erfahren. Das wirft wohl die berechtigte Frage auf ob diese Wege bei ihrer Konzeption jemals begangen wurden oder doch eher aus der Feder kreativer Köpfe stammten die sich an digitalen Straßenkarten versuchten.

Doch egal wie es auch dazu gekommen ist und warum sie nicht mehr im Programm stehen, wir haben nun auch diesen Stadtwanderweg noch einmal genauer unter die Lupe genommen. Vergessen ist man nur wenn keiner mehr an einem denkt!

Begonnen hat diese - vom tollen Wetter gesegnete - Wanderung im nördlichen Kahlenbergerdorf nahe der Stadtgrenze. Ein Ort, liebevoll eingebettet zwischen dem Leopoldsberg und seinem östlichen Nussdorfer Ausläufer.
Nach dem Jachthafen Kuchelau folgten wir der Donau hinab bis zur Johann-von-Schmerl-Brücke an der Donaupromenade zu Nußdorf.  Über den Bigittenauer Sporn sowie dem Handelskai führte unser Weg schließlich zurück zum Donaukanal.
Einige Wanderschritte später trafen wir auf den Döblinger Steg und kreuzten somit den ehemaligen Wiener Stadtwanderweg 12.

Wir folgten der Bigittenauer Lände bis wir uns schließlich vom Donaukanal "vorerst" verabschiedeten um den Gaußplatz zu betreten. Von hier aus lachte uns schon der Gefechtsturm im Augarten an. Das war auch unser nächstes Ziel.
Der Augarten hat einfach seinen Reiz. Nicht nur wegen dem besagten alten steinernen Gefechtsturm, sondern auch wegen seiner schönen Alleen. Hier befindet sich auch die neue Wiener Porzellanmanufaktur sowie das Ambrosi Museum.

Wir folgten der Heinestraße östlich bis zum Praterstern wo wir einen kurzen Blick auf eines der Wahrzeichen Wiens werfen konnten - das Riesenrad.
Entlang der Praterstraße gelangten wir schließlich zum Johann-Strauß Gedächtnishaus und wenige Schritte weiter zur Nestroy Statue nahe des gleichnamigen Platzes.

Und schon gab es ein Wiedersehen mit dem Donaukanal, wenn auch nur kurz. Wir überquerten diesen, schlichen am Regierungsgebäude vorbei und erreichen kurz darauf den Wiener Stadtpark.
An diesem Tag zeigte er sich von seiner besten Seite. Es war so als ob die Denkmäler von Zelinka, Schubert, Bruckner und Strauß einem die Tür zum grünen Herzen der Stadt öffneten.

Deren Einladung hat uns sehr geschmeichelt, doch wir mussten weiter ziehen. Nach dem Wiener Konzerthaus und dem Akademie Theater erreichten wir den nächsten großen Hotspot unserer Wanderung. Das Heldendenkmal der roten Armee mit seinem großen Springbrunnen. Bei diesen Temperaturen konnten wir schon mal eine Abkühlung vertragen.

Von hier aus war es nicht mehr weit zu einem meiner persönlichen Lieblingsplätze dieser Tour. Das Schloss Belvedere mit seinem beeindruckenden Park mit atemberaubender Sicht in den Norden Wiens. Im Belevederegarten gönnten wir uns ein wohl verdientes Eis. "Apfelstrudel und Cookies".

Wir liesen das Schloss Belvedere zurück und gelangten zum Wiener Hauptbahnhof und betraten den Schweizergarten, einen kleinen Park vor unserem nächsten Hotspot - das Arsenal. Dieses Areal ist sehr groß und beinhaltet einige interessante Gebäude wie das heeresgeschichtliche Museum oder die Probebühne für das Stadt Theater. Auch das österreichische Wirtschaftsinstitut und Maria von Siege Kirche finden sich darin.

Nach dem Arsenal passierten wir die Baustelle an der Gudrunstraße und marschierten an einer Wohnsiedlung vorbei zur Unterführung der A23. Ein Weg der direkt in den Laaerwald und zu unserem nächsten Hotspot führte - den Böhmischen Prater.
An einem Tag wie heute war am gesamten Laaerberg bzw. Laaerwald wie heute viel los. Jeder wollte ein Stück vom schönen Wetter abhaben. Wir genossen noch die schöne Aussicht auf Wien an der Löwy Grube und marschierten weiter über das Löwy Freizeitgebiet hinab in Richtung Goldberg Gebiet. Allerdings führte unser Stadtwanderweg über die Burgenlandstraße hinab zum Kurpark Oberlaa.

In diesem Park war ich noch nie gewesen. Warum eigenltich? Dieser Ort ist wahrlich beeindruckend. Da ist es mir nun auch verständlich warum er auch Kurpark genannt wird.
Wir näherten uns langsam dem Ziel dieses Stadtwanderwegs. Nach der Therme Oberlaa gelangten wir schließlich in den Ort und konnten noch die Kirche begutachten. Entlang der Klederingstraße marschierten wir noch am Brückenwirt vorbei und erreichten schließlich unser Ziel. Die Grundmauern der katholischen Kirche in Unterlaa auf der heute die kleine St. Johann/Malteser Kirche steht.

Zu guter letzt erwanderten Martin und ich noch eine kleine Zugabe bis zum Bahnhof in Kledering :-)

Infobox:

Video Clip zur Tour

Martin Moser - gehlebt.at

Wiener Stadtwanderwege 1-9, 12 und 13 - ICH, AM WEG
 

Kommentare