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ich, am Weg

14
Ju
Wanderung auf den Schneeberg (2076m)
14.07.2013 15:13

Das erste Mal über 2000 Meter hochwandern!

Meine Eltern hatten mich als Kind einmal auf den SChneeberg mitgenommen. Ich kann mich leider nicht mehr an jedes Detail erinnern, ausser der Tatsache das wir damals nicht den Gipfel aufgesucht hatten. Wir waren mit der Salamander-Bergbahn zur Bergstation gefahren, hatten uns die Elisabethkirche angesehen und waren dann jenen Weg ins Tal gewandert, den ich nun für diese Tour hochsteigen werde.

Nämltich im Ort Puchberg am Schneeberg. Aus Wien kommend kann man hier relativ reinfach mit den öffentlichen verkehrsmitteln anreisen. Ich wartet lange auf den perfekten Tag, den für meine Premiere sollte alles passen. Premiere? Dies sollte meine erste Bergwanderung auf einen 2000er Gipfel sein.


Der Schneeberg (2076m)

Blick von der Station Baumgartner auf den Schneeberg

Aufstieg entlang des Hengsttals

über den Damböcksteig zum Elisabethkirchlein


Wegbeschreibung:

Eigentlich ist der Weg auf den Hochschneeberg relativ einfach zu beschreiben. Meine Tour startet direkt beim Bahnhof Puchberg am Schneeberg.
Gegenüber ist auch schon die Talstation der bekannten Bergbahn Salamander.
Wer also gleich hinauf auf den Schneeberg möchte, der kann hier gleich umsteigen und die wunderschöne Panoramafahrt nach Oben genießen. Diese Fahrt habe ich mir dann aber für meine Rückkehr ins Tal aufgehoben, denn zuerst muss ich den Gipfel stürmen.

Ich marschiere vom Bahnhof entlang der Bahnstraße bis zur Ecke Schneebergstraße. Hier biege ich rechts ab und habe dabei immerzu den Schneeberg vor mir. Ich biege dann links in den Zahnradbahnweg ab. Dieser führt exakt neben den Schneebergbahngleisen. Diese Bahnstreckenführung wird mich nun lange begleiten.
Ich folge dem Zahnradbahnweg weiter in den Süden bis Muthenhof. Dort ist auch die erste Bahnstation namens Hengsttal. Überquere ich nun die Gleise und folge der Bahn nun über den Hengstweg. Von nun an geht es stets bergauf. Die Wegführung ist aber nun sehr einfach, da man immer nur dem Streckenverlauf folgen muss. Einfach am Hengstweg bleiben, den schönen Ausblick in das Hengsttal und Arbestal genießen und immer entlang der Bergbahn nach oben steigen. 

Der Weg führt weiter südlich den Berg hoch und man gelangt zur nächsten Station und der so genannten Hengsthütte. Dort gibt es auch ein schleines schmuckes Gasthaus zur Stärkung.
Ab der Hengsthütte heisst mein Weg dann Bahnwanderwegs. Er schlängelt sich jetzt langsam vom Süden in den Westen ab. Man bleibt aber nach wie vor dicht an an der Bergbahn dran. Somit kann man sich kaum verlaufen. Über Kies und durch Wald marschiert gelangt man schließlich zur nächster Station, den Baumgartner. Bekannt ist dieser Ort vorallem durch den Buchtelwirt. Es gibt wohl kaum bessere Buchteln in der Gegend als dort.

Hier endet auch der Bahnwanderweg und ich finde bereits eine gute Beschilderung für meine nächsten Ziele. Das wäre zum einen die Bergstation beim Berghaus Hochschneeberg. Aber auch das Elisabethkirchlein ist hier schon angezeichnet.
Zunächst verläuft mein weg noch links von den Bahngleisen, doch dann zweigt der Weg rechts ab. Ich überquere die Gleise und wähle den Aufstieg über den Damböcksteig. Auf dieser Höhe ungefähr erreiche ich die Baumgrenze und ich finde mich schon bald in einem Latschenfeld wieder.


Der Weg zum Gipfel Klosterwappen am Hochschneeberg

Das Gipfelkreuz auf 2076m

die letzten Höhenmeter über den Ochsenboden

Elisabethkirchlein, Galerie Voka und Kaleidoskop


Den Damböcksteig sollte man nicht unterschätzen. Es geht teilweise über kleinstes Gestein und Wurzelwerk stetig bergauf. Ich überquere dabei noch zwei Mal die Bergbahngleise, da die Bahn hier in Serpentinen berghoch fährt, und stehe schließlich beim Elisabethkirchlein bei ca. 1780 Meter.

Doch noch bin ich nicht am Gipfel. Ich folge einer kleinen Bergstraße in Richtung Damböckhaus. Den Umweg über den Waxriegel lasse ich bewußt noch aus. Beim Damböckhaus  angelangt kann man das wunderschöne Schneeberg-Plateau in seiner vollen Pracht bewundern. Die Bergstraße führt nun weiter links am Schwarzriegel vorbei und ich gewinne weiter an Höhenmeter. Der Gipfel kommt mir nun immer näher. Ich beschließe jedoch nicht den Aufstieg über die Fischerhütte zu gehen, sondern wage mich über den etwas steileren Ochsenboden am Miesriegel nach oben. Diese Variante ist kürzer, aber wesentlich steiler. Ungeübten empfehle ich dh. die bequemere Route über die Fischerhütte zu wandern.

Ein schmaler Bergpfad führt mich letztendlich hinauf auf den Gipfel des Schneebergs, das Klosterwappen auf 2076m. Geschafft !!! Gipfelsieg !!!

Nachdem ich am Gipfel anständig gerastet habe, folgt nun mein Abstieg zum Berghaus Hochschneeberg. Hier steige ich über den Ochsenboden ab und marschiere zurück in Richtung Damböckhaus. Doch bevor ich dort ankomme wähle ich den Pfad gerade aus über den Waxriegel. Dies ist eine kleine Erhebung auf dem Plateau das über einen kleinen Bergpfad gemeistert werden kann.

Auf der anderen Seite wartet dann auch schon das Berghaus und die Bergstation der Salamander Bergbahn. Und jetzt ist es soweit! Ich hocke mich in den Zug und genieße die tolle Panoramafahrt zurück ins Tal nach Puchberg am Schneeberg.


Die Salamander Schneebergbahn

Eine gemütliche Fahrt ins Tal


Info:

Salamander Bergbahn
Puchberg am Schneeberg
Schneeberg (wiki)

GPS Karte HIER downloaden!


VIDEO CLIP:

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