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ich, am Weg

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Ok
...von Hügel, Felder und Kellergassen...
17.10.2017 19:05


Eine außergewöhnliche Reise geht weiter...

Am 9. Jänner 2017 trat ich, als Vorbereitung für das Event Burgenland Extrem 2017, eine Reise an, von der ich jetzt noch nicht sagen kann, wie sie, und vor allem, in welcher Form, weitergeht.
Ich startete nämlich exakt vor der Haustüre in Stadlau und beschloss, bei - 9 Grad aber herrlich klarem Wetter, nach Stockerau zu marschieren. Diese tolle Tour entlang der Donau und den Stockerauer Auen könnt Ihr hier noch einmal nachlesen.

Bericht: vom Sonnenschein und Minusgraden (von Wien Stadlau bis Stockerau)

Nach diesen ca. 32 Kilometern hatte ich irgendwie auch Lust bekommen, diese begonnene Tour ohne Ziel, fortzuführen. Ich wusste nur lange nicht, wohin und wie ich das tun möchte.
Und nun war es so weit. Endlich war die Zeit gekommen. Ich wollte die Tour von Stockerau fortsetzen. Als Ziel nahm ich mir mein Elternhaus in Hetzmannsdorf, nahe Hollabrunn, vor. Meine ausgewählte Strecke sollte satte 35 Kilometer lang sein. Und wenn es um längere Wanderstrecken geht, dann ist oft mein Vater Josef von Ich, am Rad nicht weit. Ihm gefiel diese Idee so gut, dass er beschloss, mich bei dieser Tour zu begleiten. Ganz so wie bei den Mariazellerwegen

Dann, wenige Tage vor dieser Tour, hatte mein Vater jedoch eine andere Idee. In Anbetracht meines bevorstehenden Events "Wien Rundumadum (Halbe Gschicht´61 km)" sollte ich die 35 Kilometer von Stockerau bis Hetzmannsdorf so rasch wie möglich zurücklegen. Am idealsten noch im Laufschritt. 
Man muss wissen, mein Vater hat mich schon bei meinen letzten beiden Wien Rundumadum Events unterstützt. Ich laufe und marschiere. Er begleitet mich am Rad und versorgt und unterstützt mich. (siehe WRU 2016)

Und so wurde dann die Idee von einem witzigen Crossover zwischen Ich, am Weg und Ich, am Rad geboren. Da diese Tour aber ursprünglich als Wandertour ausgelegt war und auch als solche erlebt werden kann, habe ich sie hier mit zu den Wanderungen gereiht.


Start am Stockerauer Bahnhof

Wir verlassen Stockerau Nord

Pfarrkirche St. Stephan Stockerau

Marterl in Hatzenbach


Start der Tour: Bahnhof Stockerau

Früh am Morgen fahre ich mit dem Zug nach Stockerau und treffe dort meinen Vater, der bereits aus Hetzmannsdorf mit dem Rad gekommen ist. Nach einer kurzen Absprache geht es dann los.
Zunächst führt diese Tour entlang der Bahnhofstraße. Nachdem wir die Hauptstraße überqueren, wird aus der Bahnhofstraße die Schießstattgasse. Beim Dr. Karl Renner Platz besuchen wir noch die Pfarrkirche St. Stephan und ziehen dann weiter in den Norden. Wir bleiben auf der Schießstattgasse und überqueren noch die Manhartstraße, bis wir an der Stadtgrenze den Parkplatz sowie den Haupteingang des Stockerauer Friedhofs erreichen.

Wir verlassen nun Stockerau und folgen einem Karrenweg, bis wir ein kleines Tälchen mit Wald am Senningbach erreichen. Kurz darauf kommen wir am Grummethof vorbei, biegen dort aber kurz rechts ab, ehe wir nach einigen Metern erneut links neben einem großen Feld weiter ziehen. Nun liegt der Senningbach links von uns. Der Weg zieht nun leicht in den Nordosten ab. Kurz darauf befinden wir uns auch schon in der kleinen Ortschaft Hatzenbach.

Hatzenbach befindet sich bereits in der Gemeinde Leitzersdorf im Bezirk Korneuburg. Mit über 150 Einwohnern eher klein. Doch gibt es einen großen Reiterhof in Hatzenbach.
An der Hubertuskapelle vorbei folgen wir dem Senningbach und verlassen Hatzenbach. Erneut führt die Strecke über schönes Feldgebiet. Schon hier erkennen wir unser nächstes Ziel, nämlich Senning. Über die Mühlestraße gelangen wir zum Platz der örtlichen Feuerwehr sowie der Kirche St. Pankraz. Hier gibt es die erst Trinkpause.


Entlang des Senningbachs

Weiter gehts im Laufschritt

Die ersten 10 Kilometer sind geschafft

Gleich geht es hoch zu den Feldern von Obergrub


Über die Sengo-, Herren-, Lavendel- und Rosengasse erreichen wir den nordwestlichen Zipfel von Senning, nämlich den Luckenberg. Hier bleiben wir auf der gleichnamigen Straße und ziehen weiter in den Norden.
Es folgt ein herrliches, wenn auch bergauf ziehendes, Wegstück über weite Felder, die uns jetzt aber auch die Möglichkeit geben die Fernblicke der Umgebung wahrzunehmen. Es ist wunderschön. Vor uns erstreckt sich bereits Großmugl, während wir hinter uns bis ins Alpenvorland blicken können. 

Wir erreichen die Landstraße und folgen ihr nun westlich, bis wir den Ort Geizendorf erreichen. Geizendorf liegt im westlichen Weinviertel und gehört zur Gemeinde Großmugl. Mit nur 88 Einwohner ist Geizendorf noch kleiner als Hatzenbach, hat aber mit der Ortskapelle zur Schmerzhaften Muttergottes und dem Gräberfeld der Aunjetitz-Kultur zwei tolle Sehenswürdigkeiten. 

Nun geht es erneut weiter in den Norden. Wir folgen dem Feldweg neben dem Bach des Ringendorfer Grabens und lassen die Landstraße links von uns mitlaufen. Letztendlich führen Landstraße und Feldweg wieder zusammen. Und somit erreichen wir die Ortschaft Ringendorf.
Dieses liegt ebenfalls im Gebiet Großgmugl. Hier entspringt der besagte Ringendorfer Graben, welcher in Untermallebarn in den Göllersbach müdet. Wir kommen an der Kapelle St. Barbara vorbei und verlassen den Ort auf der Westseite. Erneut führt ein Feldweg über einen der vielen Hügel. Diesmal dauert es aber nicht lange, bis wir den nächsten Ort erreichen.

Und das ist Obergrub am Porraubach. Obergrub gehört bereits der Gemeinde Göllersdorf an und ist mit knapp 100 Einwohner auch nicht besonders groß. Seine Kirche St. Isidor sehen wir zwar aus der Ferne, doch unser Weg führt gerade einmal am nördlichsten Punkt des Ortes vorbei. Somit verlassen wir ihn gleich wieder. Wir stürzten uns nun in das Abenteuer der Höhenmeter.


Mit einer Pace von 4:30 geht es schnell abwärts

Kappelle in Porrau

Ein Herbstbild in Bergau

Eingang Glasweinerwald beim Wolfsgrund


Es folgt ein zäher Aufstieg über zwei Hügelkuppen. Zäh, natürlich nur dann, wenn man schon seit Stockerau gelaufen ist. Doch die Mühe lohnt sich. Die Aussicht ist wieder sagenhaft. Erneut erstreckt sich vor uns das Weinviertel und das Alpenvorland. 

Danach erreichen wir den südwestlichen Ausläufer des Birkenbodenwaldes und eine Landstraße, die uns geradewegs in den Westen nach Bergau führt. Hier geht es nun mit 14% Gefälle etwas steiler hinab. Ich kann dies genießen und laufe mit einer Pace von 4:30/km in die Ortschaft hinein. Auch mein Vater kann sich mit dem Rad einmal so richtig ins Tal stürzen. 
Bergau gehört zu den größeren Ortschaften der Gemeinde Göllersdorf. Wir folgen dem Straßenverlauf und kommen an der Kirche St. Ägidus vorbei. Die Straße macht in der Ortschaft einen Bogen in den Nordwesten entlang eines weiteren Porraubacharms. Nahe dem Kreisgraben und der Wallsiedlung von Bergau erreichen wir wieder eine weitere Landstraße, die weiter in den Norden hinauf führt. Wir kommen an den Dammwiesen bei Wölling und den Kräutergartenwiesen vorbei und erreichen auch schon die nächste Ortschaft.

Und das ist Porrau. Diese Ortschaft ist wieder etwas kleiner. Wir folgen der Hauptstraße und kommen so an der kleinen Kapelle der unbefleckten Empfängnis vorbei. Kurz vor dem nördlichen Ortsende biegen wir links beim Biohof zum grünen Baum ein. Aus der Straße wird ein Karrenweg und wir nähern uns immer Weiter dem Einstieg in den Glasweinerwald.
Noch bevor wir endgültig im Wald verschwinden, begleitet uns noch das große Feld an einer außen gelegenen Waldlichtung, welche Sandfeld genannt wird. Hier ergänzt der vordere den hinteren Wolfsgrund. Doch nun geht es ab durch den schönen Glasweinerwald, der ja schon Thema bei meinen Stadtwanderwegen von Hollabrunn war. 

Mehr zu den Hollabrunner Stadtwanderwegen 

Wir folgen dem hügelartigen Wegverlauf entlang der vorderen und hinteren Sandleiten und kommen zwischen der Weinbergschlucht und dem Lämmermaishügel nahe den Heidäckern aus dem Glasweinerwald hinaus. Diesen kurzen Abschnitt kenne ich bereits vom Hollabrunner Stadtwanderweg "Taubenkogelweg". Darum weis ich auch das uns nun die schöne Kellergasse an den Fillinger Äckern erwartet. Wenige Momente später erreichen wir die Ortschaft Kleinstetteldorf.

Diese Ortschaft befindet sich bereits in der Gemeinde Hollabrunn und liegt am Göllersbach. Wir durchqueren die Ortschaft und genießen auch einen Blick auf die Kapelle St. Rosalia, ehe wir den Ort auch wieder verlassen. Nun sind wir dem Ziel schon sehr nahe. Wir folgen einem Feldweg am Göllersbach und kommen an einem großen Windrad vorbei. Eine letzte Kreuzung aus Land- und Bundesstraße erwartet uns.

Letztendlich führt ein Weg am Brunnbach, ziemlich nahe am Raffelhof, direkt in unseren Zielort Hetzmannsdorf hinein. Und dieses Hetzmannsdorf gehört zur Gemeinde Wullersdorf. Es ist jener Ort, wo meine Eltern ihr Haus haben. Und hier findet unsere Tour auch ein Ende.

Ziel: Hetzmannsdorf

Zeit: 5 Stunden und 6 Minuten (Netto)


Glasweinerwald (vordere Sandleiten)

Vor Kleinstettldorf am Taubenkogelweg

Kurz vor dem Ziel

Glasweinerwald (hintere Sandleiten)

Kellergasse vor Kleinstettldorf

Geschafft


Infobox:

Stockerau
Reitstall Hatzenbach
Senning
Gemeinde Leitzersdorf
Gemeinde Göllersdorf
Gemeinde Hollabrunn
Gemeinde Wullersdorf
 

Video Clip:

Karte:

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