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Tauplitzalm 6 Seen Wanderung
19.09.2016 15:24

Auf der Lieblingsalm endlich alle Seen erwandert...

Zuletzt war ich vom 21. - 28. Juni 2015 auf der Tauplitzalm gewesen. Dort hatte ich beim Wander und Sporthotel Kirchenwirt unter der Leitung des VAVÖ meine Ausbildung zum Wanderführer erfolgreich abgeschlossen.
Im Rahmen der Ausbildung sah ich natürlich verschiedenste Winkel der Tauplitzalm. Sie war mir nicht fremd. Bereits 2012 hatte ich den Lawinenstein von Bad Mitterndorf aus erwandert und dabei die Alm sporadisch besucht. Die 6 Seen Wanderung war mir also schon lange ein Begriff, doch ich hatte noch nie die Möglichkeit gehabt sie komplett zu erwandern. Das konnte ich nun endlich nachholen.

Die 6 Seen Wanderung startet für gewöhnlich beim Tauplitzalm Parkplatz nahe dem Hollhaus, obwohl ein Einstieg an mehreren Orten möglich ist.  Da die komplette Wanderung mit 6 Stunden verzeichnet ist, verzichte ich auf einen Aufstieg aus Bad Mitterndorf und fahre um 10 Uhr mit dem Tauplitzbus entlang der Mautstraße hinauf zum besagten Almparkplatz. Damit habe ich nun 7 Stunden Zeit ehe der letzte Bus mich hier wieder abholen würde.

Das Wetter ist großartig. Es ist wohl der letzte gefühlte Sommertag in diesem Jahr. Der Wind weht mäßig aus dem Westen. Es hat am Morgen frische 12 Grad, doch während des Tages sollten die Temperaturen auf 27 Grad empor klettern. Perfekt!

Es kann los gehen...

Ich steige empor zum Hollhaus und weiter entlang des Skilifts zum Haus Alpin, welches auch direkt nebem dem Ersten der sechs Seen liegt. Und das ist der der Krallersee...

Der Krallersee liegt etwas verscheckt in einer kleinen Mulde zwischen der Bauernscharte und dem Latschensteig hinauf zum Lawinenenstein. Hier ist es schön ruhig. Noch sind kaum andere Wanderer in Sicht und ich genieße den Moment ehe ich weiter gehe.

Der Weg führt mich nun stets in den Osten. Diese Richtung werde ich nun bis zum letzten See der Tour einhalten. Ich wandere vorbei an den Gasthäusern Arnika und Hierzegger. Im Norden erstreckt sich der Schneiderkogel (1765m) den ich bereits im Vorjahr erwandert hatte.

Ich verlasse die Straße und folge einem kleinen Steig hinauf zu einem kleinen Felsvorsprung von dem man einen traumhaften Blick auf den Großsee erhält...

Wie man am Bild gut erkennen kann, führt mich der Weg kurz nördlich entlang des Sees. Vor mir erkenne ich nun Teile des toten Gebirges sowie den Gipfelstock des Traweng (1981m). Am Nordwestende des Großsees steige ich in das Gebiet des Öderntörls hinab und erreiche dort den kleinen verträumten Märchensee...

Auch der Märchensee liegt etwas versteckt hinter dem Großsee und wirkt ziemlich unscheinbar. Aber seine Lage macht ihn wahrlich zum Märchensee. Ich wandere nun zwischen dem Groß- und Märchensee weiter.

Im Süden erkenne ich den Großseelift der vom See hinauf zur Tauplitzalm Bergstation führt. Mein Weg führt mich direkt zum Tauplitzseelift welcher zum namensgleichen Tauplitzsee führt...

Ich halte mich nördlich vom Tauplitzsee und wandere nun entlang des Salzsteigweges. In den Osten wandernd tront nun links von mir der Felsen des Traweng. Zunächst marschiere ich noch entlang eines Steigs ehe ich dann eine Kiesstraße erreiche.

Diese führt weiter zur Grazer Hütte, welche an so einem schönen Tag wie heute sehr gut besucht ist. Mittlerweile ist natürlich wesentlich mehr los und ich treffe auch auf immer mehr begeisterte Wanderer und Bergsteiger. Immerhin startet hier auch die Bergtour hoch aufs Traweng. Hier verläuft auch die Grenze NSG Totes Gebirge Ost.

Die Straße führt weiter in den Osten in Richtung Steirerseenhütten. Doch ich verlasse die Straße über einen kleinen Waldsteig hinein zum wohl schönsten Fleck der gesamten Wanderung - dem Steirerseeblick.

Nun heisst es kurz Acht zu geben, denn der Abstieg von dort zu den Steirerseenhütten verläuft über Fels und Stein und ist trotz seiner Kürze doch etwas steiler angelegt. Doch mit dem richtigen Tritt ist auch das kein Problem.

Bei den Steirerseehütten angelangt erkenne ich im Norden schließlich noch einmal den Gipfel des Traweng (1981m) als auch jenen vom Sturzhahn (2028m). Ich folge den Salzsteigweg zwischen dem Sturzhahn und dem Steirersee und habe nun auch die Gelegenheit ihn von seiner besten Seite zu sehen...

Der Weg entlang des Salzsteiges bzw. der Steirerseeleiten zieht sich etwas, doch aufgrund der tollen Aussicht um einen steckt man das gut weg. Man marschiert entlang von Latschenfeldern, Steinen und Wurzelwerk ehe man auf der Höhe des Ostendes des Steirersees in en Wald zwischen dem Ausläufer des kleinen Tragls (2164m) und dem Mitterberg (1711m) gelangt.

Nach wenigen hundert Metern durch den Wald gelange ich schließlich zum letzten der sechs Seen, nämlich den Schwarzensee..

Hier lege ich meine erste, wohlverdiente, Rast ein und genieße das Ambiente. Nicht viele haben sich hier her verirrt, obwohl der Weg noch weiter zur Leistalm führt. Es ist schön angenehm ruhig und das Wasser hat, wie bei den anderen Seen auch, trinkwasserqualität. Ein schönes blaues Schimmern an den Felsklüften des Grubstein (2036m) definiert diesen See. Er ist der letzte See der mir in der Sammlung der Tauplitzseen noch gefehlt hat. Es ist traumhaft hier.

Nach einer entspannten Rast folgt nun die Rückkehr in den Westen bzw. zum Tauplitzalm Parkplatz. Den Weg zurück gestalte ich etwas anders. Ich wandere an der Rieshöhe vorbei hinab zum Ostufer des Steirersees. Hier wähle ich nun den Weg südlich entlang des Mitterbergs und steige dort nun empor zu den Steirerseehütten zurück. Somit habe ich den Steirersee umrundet.

Der Weg zurück zum Grazer Haus ist der Gleiche, allerdings zweige ich dann südlich zum Linzer Tauplitzhaus ab. Dort kehre ich schließlich ein und genieße eine ordentliche Brettljause. Auch kann ich hier die Aussicht zum Grimming (2351m), Europas höchsten freistehensten Kalkstock, genießen.

Schließlich wandere ich weiter in den Westen zum Naturfreundehaus und dem Wander und Sporthotel Kirchenwirt.
Ja, jenem Wander und Sporthotel Kirchenwirt wo ich meine Ausbildung zum Wanderführer gemacht hatte. Dort besuche ich Ines, eine Wanderführerkollegin. Sie ist der gute Geist des Hauses Kirchenwirt ;-)
In anderen Worten, ich kehre wieder ein auf einen witziges Pläuschchen und ein schönes Zirberl.

Dann heisst es aber Beine in die Hand nehmen, denn mein Bus ins Tal - der letzte an diesem Tag - würde in 15 Minuten los fahren. Und so lege ich noch einen gemütlichen Traillauf von der Tauplitz Bergstation bis zum Tauplitzalm Parkplatz zurück. Natürlich erreiche ich das Tauplitz-Shuttle noch rechtzeitig und lasse mich zufrieden über die Mautstraße hinab ins Tal nach Bad Mitterndorf fahren.

Tourdaten:

Dauer: ca. 4,5 Std (netto)
Kilometer: ca. 13,6
Höhenmeter hoch: ca. 451
Höhenmeter abwärts: ca. 451
KARTE

INFOBOX:

Tauplitzalm
Tauplitzbus bzw. Alpenstraße
Wander und Sporthotel Kirchenwirt

Video Clip:

Waldsteig & Salza-Stausee
Hollabrunner Heidbirnbaumweg

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