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ich, am Weg

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M├
Strasshof an der Nordbahn
12.03.2017 12:26

Eisenbahn, Föhren, Eichen und ein schönes Stückchen Wald

Hin und wieder suche ich mir spontan ein kleines Wanderprojekt aus diversen Onlinekarten. So auch jene von alpenvereinaktiv.com. Dann fahre ich mit dem virtuellen Finger über die Landkarten und blinzle über all diese wunderbaren Weitwanderwege oder Tagestouren.
Die meisten von ihnen sind natürlich markiert oder benannt. Sie tragen den Namen des Ortes oder einer besonderen Begebenheit in der Region, wo sie sich befinden.

Doch vor ungefähr zwei Jahren ist mir, nicht weit weg von meiner Heimatstadt Wien, ein eingezeichneter Wanderweg aufgefallen, der aber keinen Namen hat. Nicht das dies auf den Karten einzigartig wäre, doch auch Onlinerecherchen gaben mir keine weiteren Informationen über jenes kleine Waldstück, welches sich südlich von Strasshof an der Nordbahn befindet. Und da sind wir auch schon beim Namen jenes Ortes, wo diese Tour stattgefunden hat.

Strasshof liegt in Niederösterreich im Bezirk Gänserndorf bzw. am Marchfeld.
Eisenbahnliebhabern wird Strasshof bestimmt ein Begriff sein. Befindet sich doch dort ein großes Eisenbahnmuseum in der alten Dampflokremise. Eine riesige Dampflok ist auch an der Hauptstraße, im östlichen Stadtteil, ausgestellt. 


die stolze Föhre

die über 100 jährige Steineiche

Naturdenkmal stolze Föhre

Naturdenkmal Steineiche


Aber auch Naturliebhaber kommen absolut auf ihre Kosten. So findet man im nördlichen Stadtrand, Bartoschviertel, zum Althoferwald die stolze Föhre. Diese steht seit 1968 unter Naturschutz und wurde noch aus der Aufforstung unter Kaiserin Maria Theresia aufgestellt. Nicht weit entfernt vom Bahnhof steht ein weiteres Naturdenkmal. Die sogenannte Steineiche. Diese ist bereits über 100 Jahre alt und stammt aus einer Aufforstung um 1900. 

Doch auch die römisch-katholische Pfarrkirche von Strasshof weis ihre ganz eigene tolle Geschichte zu erzählen. Sie ist dem heiligen Antonius geweiht und steht genau so unter Denkmalschutz wie viele weitere Denkmäler im östlichen Teil der Stadt, die ich aber im Rahmen meiner Tour nicht besichtigt habe.

Das südliche Waldstück mit seinem schönen Acker im Herzen trägt jedoch keinen Namen. Es könnte sich um einen Ausläufer des nördlichen Althofer Waldes handeln. Es erstreckt sich bis zur Gänserndorf-Siedlung und endet im bezeichneten Tiefental. 
Am westlichen Waldrand erstreckt sich der Sanddünenweg vorbei an einem Naturbiotop, welches von den Naturfreunden gewartet wird.

Diesmal war meine Mutter Eva mit dabei!


durch Strasshof mit Mutter Eva

Dampflok Führerkabine

Dampflok aus dem Eisenbahnmuseum an der Hauptstraße

ganz schön groß so ein Dampflokrad


Wegbeschreibung:

Vom Bahnhof ausgehend, folgen wir der Dr. Lueger Straße in den Norden. Bei der nächsten Gabelung biegen wir links in die Georg-Weissel-Straße ein und folgen dieser bis zur Ecke Holiczer Straße. Dort befindet sich die stolze Föhre bei einem Kinderspielplatz. 
Danach gehen wir zurück zum Bahnhof, schreiten durch die Eisenbahnunterführung, und gelangen dem Straßenverlauf folgend auch gleich zur Steineiche am Bahnhofplatz. Wir folgen der Adolf-Lendler-Gasse bis zur Hauptstraße, wo auch schon - unübersehbar - die Museumsdampflok auf uns wartet.

Weiter geht es über die Arbeiterheim-Straße bis zur Ecke Pestalozigasse. Hier biegen wir links ein und folgen der Gasse bis zu ihrem Ende, bzw. bis zur Ecke Antonius-Straße. Hier steht die Pfarrkirche Strasshof. Vorbei an der Kirche folgen wir kurz der Antonius-Straße, ehe wir Rechts in die Waldstraße einbiegen. Und wie der Name schon sagt, erkennen wir hier bereits das Waldgebiet.

Wir folgen der Straße einige Meter, bis links eine Häuserreihe auftaucht. Noch vor dem ersten Haus mit Garten führt ein kleiner Pfad links in den Wald. Achtung - genau hinschauen. Man könnte den Einstieg glatt übersehen.

Wir folgen einfach dem Pfad gerade aus. Zunächst ist es ein kleiner Pfad, dann ein Karrenweg, dann wieder ein Waldpfad. Aber im Grunde geht es permanent gerade aus. Es gibt zwar Abzweigungen, und es sind auch keine Wegmarkierungen, aber wir bleiben dem Weg treu. Wir kommen an einem Acker samt Hochstand vorbei. Später folgt links auch eine Futterkrippe

Erst als wir anstehen, und der Weg nur links und rechts weiterführt, folgen wir dem Pfad nach rechts. Nach einigen Metern folgt eine Wegkreuzung. Hier bleiben wir ebenfalls rechts und marschieren wieder auf Strasshof zu. Wir befinden uns jetzt auf dem Sanddünenweg, der eigentlich ein Radweg ist, aber eben auch als Wanderweg genutzt werden kann. Es folgt ein größerer Rastplatz mit einem Naturbiotop, welcher von den Naturfreunden gewartet wird. Ansonsten führt der Pfad zurück zur Waldstraße. 

Hier können wir uns entscheiden wie wir zum Bahnhof zurück gehen wollen. An der Waldstraße führen viele Seitengassen zurück zur Hauptstraße. Hat man die Dampflok dort wieder gefunden, ist es auch zum Bahnhof nur noch ein Katzensprung.


Die Pfarrkirche Strasshof steht unter Denkmalschutz

der Frühling kommt

ein gemütliches Plätzchen zum Rasten

Familienwald zum Biotop

Einstieg in das südliche Waldgebiet

Feldanlage mitten im Wald

auf zur Gänserndorfer Safari

der Sanddünenweg


Infobox:

Strasshof an der Nordbahn
Strasshof an der Nordbahn (wiki)

GPS Karte HIER downloaden!

KARTE:

VIDEO CLIP:

Laufen Hilft 2017 - 10 Kilometer

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