Wandern - Weitwandern - Bergwandern - Outdoor Sport

ich, am Weg

30
Ap
Road to Großglockner Berglauf 5. Woche
30.04.2017 19:23

KÖRPER UND GEIST BEMERKEN VERÄNDERUNGEN - AUF BEIDE HÖREN, ABER DEN WEG WEITER GEHEN

Die 5. projectfit.at Woche liegt nun hinter mir, und zum ersten Mal bemerke ich ein interessantes Wechselspiel zwischen körperlicher Fitness und langsam steigender Intensität der Übungen im körperlichen Reiz und der Anzahl.

Diese Trainingseinheiten, wo ich über meine Komfortzone hinaus gehen soll, werden wohl in den nächsten Wochen noch häufiger kommen. Und auch wenn das wirklich schwierig erscheint, und mein Selfie-Grinser dabei oft zu einem Duckface verkommt, so freue ich mich jedes Mal auf diese Einheiten. 
Denn ich weis, diese werden mich weiterbringen. Das ist ja das Ziel. Ich will mich verbessern. Und obwohl ich mich immer wieder überwinden muss und werde, denke ich mit voller Vorfreude an die ganzen Chancen und Gelegenheiten, die auf mich warten. Es ist ja nicht nur der Großglockner Berglauf. Nein, ich kann sogar beim Karwendelmarsch und Wien Rundumadum (64km) für mich neue Maßstäbe setzen. Und dafür muss man halt auch mal leiden.

Ich bemerke aber noch mehr Positives. Meine Regenerationszeiten haben sich merklich verkürzt. Egal wie hart eine Lauf- oder Krafteinheit auch ist, ich erhole mich sehr schnell davon. Und ich ziehe auch relativ wenig Belastung mit in den nächsten Tag. Zumindest kommt es mir bis jetzt so vor. 

In der kommenden Woche wartet am Donnerstag der Herzlauf. Ich freue mich richtig auf diesen Lauf. Keine Bange, ich weis das auch bei diesem Event der Zweck im Vordergrund steht. Mir ist auch bewusst, dass man für Spitzenleistungen auch einen sehr guten Tag braucht. Und ja, ich weis das ich meinen Enthusiasmus nicht in sportliche Leistung ummünzen darf. In anderen Worten, ich darf mich nicht überschätzen.
Und dennoch, hier möchte ich dann nach 5,5 Wochen Training erstmals mein neues System auf Herz und Nieren ertesten. Ich möchte, wie schon bei Laufen hilft, so schnell wie möglich die 9 Kilometer ins Ziel erlaufen und dabei alles reinhauen und noch mehr geben. 

Doch bis dahin erzähle ich Euch, wie meine 5. Woche so verlaufen ist ...


Montag, 24. April - 15:45 - 16:45
"Lauftraining mit Pacevorgabe und Technik"

So muss eine Woche beginnen. Mit einem ausgelassenen Lauftraining, das an die Substanz geht. Das Wetter war optimal dafür. Nach Mobilität folgten auch schon lockere 10 Minuten zum Einlaufen. Dann allerdings folgte die erste große Prüfung. Diesmal sollte ich 20 Minuten unter Berücksichtigung der angepassten Lauftechnik absolvieren. Am Ende sollte ich nach diesen 20 Minuten eine durchschnittliche Pace von 7:00 halten. 
Das ist alles andere als leicht. Ich merke und fühle zwar das es richtig ist, doch es ist noch ziemlich kraftraubend. Ich laufe 1-2 Minuten mit der angepassten Abdruckphase und stoppe immer wieder einmal. Und dieses Wechselspiel ziehe ich durch und versuche beim nächsten Intervall etwas länger durchzuhalten. Nach diesen 20 Minuten fühlte ich mich aber schon ziemlich gefordert. (siehe Foto)
Doch damit noch nicht genug. Es folgten weitere 10 Minuten bei einer Pace von 6:30, wobei ich aber dann etwas schneller agierte als gefordert. Danach gab es ein noch ein lockeres Auslaufen. Schöne Grüße an meine Komfortzone! Es tut mir leid, aber ich muss Dich immer öfter verlassen.
Meine Laufroute startete beim Praterstern. Ich lief die Prater-Hauptallee hinab bis zum Lusthaus. Von dort wieder zurück bis zur A23. Hier bog ich ab und lief an der Donau vorbei nach Stadlau.


Dienstag, 25. April - 16:30 - 17:30
"Krafttraining"

Cleverer Schachzug von Coach Michael. Nachdem ich in den letzten Wochen Montags mit Krafttraining begonnen hatte, und dort immer Anlaufschwierigkeiten hatte, startete diese Woche meine erste Krafteinheit an einem Dienstag.
Und diese verlief richtig gut. Katzencoach Whoopie staunte nicht schlecht, als ich richtig motiviert zu Werke ging und alle Übungen ordentlich ausführte. Das war vor allem auch für den Kopf wichtig, denn ich habe gesehen, dass ich das immer noch richtig angehe. Manchmal hat man einfach weniger gute Tage. Doch dieser gehörte nicht dazu.


Donnerstag, 27. April - 15:10- 16:10
"Lauftraining / 7:00 Pace"

Nach dem Ruhetag, wobei Ruhetag das falsche Wort dafür wäre, stand dann am Donnerstag eine 60-Minuten-Laufeinheit am Programm, bei der ich bei einer Pace zwischen 7:00 und 7:30 laufen sollte. Am Vorabend hatte ich noch am Turbo Schnecken und Warumler Stammtisch teilgenommen. Viel Schlaf hatte ich nicht abbekommen. *haha*
Egal. Nach getaner Arbeit stürzte ich mich ins Laufgewand und legte hoch motiviert los. Es war an diesem Tag wieder etwas kälter, aber es war soweit ok. Ich lief vom Wiener AKH bis zum Donaukanal und weiter bis zum Augarten. Dort bog ich rechts ab und lief weiter bis zum Praterstern.  Danach ging es weiter zur Reichsbrücke und Donau City. Mein Afterwork Trail endete schließlich nach der alten Donau am westlichen Ende der Erzherzog Karlstraße.
Es lief so weit richtig gut. 60 Minuten und 8,6 Kilometer.


Samstag, 29. April - 09:30 - 11:00
"90 Minuten Longjog"

Meine Königsdisziplin, allerdings diesmal mit Startschwierigkeiten. Ja, es war wieder eine etwas längere Nacht gewesen. Zunächst besuchte ich das projectfit.at Treffen von Coach Michael. Im Anschluss ging es mit Arbeitskollegen ins Kino. Es ist spät geworden. Ich bin eigentlich erst am selben Tag heimgekommen, wo ich schon sieben Stunden später zu meinem Longjog ansetzen sollte. 
Doch egal. Training bleibt Training. Für den wöchentlichen Longjog muss man mich nicht extra motivieren. Raus aus dem Bett, frisch machen, Laufgewand an, und ab die Post. Aber ich muss zugeben, diesmal brauchte ich zwei bis drei Kilometer, um in Fahrt zu kommen. Nach dem ersten Kilometer hatte ich das Gefühl, jemand hält sich an meinen Fersen fest. So kam es, dass ich nach dem dritten Kilometer stoppte, und einmal Ursachenforschung betrieb. Was war los? War ich nicht gut aufgewärmt? Wahrscheinlich! Ich machte noch einmal zusätzlich Mobilitätsübungen, vor allem an den Beinen. Und siehe da? Gleich wurde es besser. Und wie auch noch. Danach flog ich förmlich über die Straßen Wiens. 
Ich motivierte mich zusätzlich mit einer neuen Laufstrecke, die mich in den 21. Bezirk nach Floridsdorf führte. Das Wetter war auch so weit herrlich, wenn auch etwas windig. Doch nach dem 6. Kilometer, als ich die Richtung änderte, unterstützte mich der tolle Rückenwind.
Ich startete in Stadlau, lief weiter vorbei am Strandcafe bis zur Wagramerstraße. Hier lief ich weiter entlang der oberen alten Donau bis hinauf zum Floridsdorfer Bahnhof. Über die Angerer- und Leopoldauerstraße ging es dann weiter bis zur Ecke Angyalföld Straße. Dieser folgte ich bis zum Donauzentrum bzw. Donauplexx. Ich übersetzte die Wagramerstraße erneut und lief nun entlang der Donaustadtstraße zurück nach Stadlau.
Am Ende machte ich dabei den 13. Kilometer voll. Dafür benötigte ich 93 Minuten.

Was zeigt uns das? Wenn es einmal nicht gut läuft, dann nicht sofort den Kopf hängen lassen. Kurz stoppen und in sich gehen. Lieber noch einmal ein bisschen mehr Zeit fürs Aufwärmen verwenden, und mit positiver Energie weiter machen.


Sonntag, 01. Mai - 15:00 - 15:30
"Krafttraining - 5 Übungen"

Am Vormittag war es wieder einmal so weit. Ich erlag der Lust eines gepflegten Fußballspiels. Das Wetter war ja ideal und ich lief also eine Zeit lang dem Ball nach. 
Danach merkte ich aber schon, dass ich noch den Logjog aus dem Vortag in den Knochen hatte und beschloss, natürlich mit Rücksprache mit Coach Michael, an diesem Tag auf fünf Krafttrainingsübungen zurückzugreifen.
Ich nutzte diese Gelegenheit aber, um mich noch mehr mit dem Thera-Band vertraut zu machen. Michael hatte mir beim Setting-Check in der Vorwoche einige interessante Übungen gezeigt, welche ich dann auch gleich intensivierte. Dazu suchte ich mir noch meine Lieblingsübungen heraus und vollendete so eine hervorragende Trainingswoche.


Fazit:

Eine sehr starke Woche für meine Verhältnisse. Die Steigerungseinheiten sind hart, aber das sollen sie auch sein. Ich werde mich aber durchsetzen. Wichtig ist, dass man immer vor Augen hat, wofür man das macht. Ich bin alles andere als ein Sportprofi, aber eines hat mich auch in den letzten Jahren immer wieder starkgemacht. Und zwar die Art, wie ich an meine Ziele herangehe. Egal mit welchem Ausgang. 

Und aktuell fühle ich mich sehr gut dabei. Ich empfinde jetzt genau so wie vor drei Jahren, als ich mir zum ersten Mal selbst einen Trainingsplan für das Vertical Up geschrieben hatte. Es ist genau so spannend und intensiv wie meine 16 Wochen Laufchallenge von Runtastic aus 2016. Auch ein Grund, warum ich dieses Onlinetagebuch führe. Ich möchte an mir selbst sehen, wie ich mich dabei verändere. Und ich lade Euch dazu ein, mir zu folgen. Ihr sollt sehen, das auch Ihr jederzeit die Chance habt an einem Ziel zu arbeiten. Wir, ganz gewöhnliche Menschen, haben das drauf. Glaubt mir!

Auch abseits des Sports hat mich diese Woche wieder weiter gebracht. So war ich diese Woche Teil von zwei Premieren. Ich nahm am Warumler/Turbo Schnecken Stammtisch teil. So konnte ich viele meiner lieben Lauf- und Walkingfreunde einmal ohne Sportgewand begegnen. 
Und dann besuchte ich, wenn auch leider nur kurz, das projectfit.at Treffen. Coach Michael lud seine Schützlinge zum gemütlichen Plausch. Auch wenn ich dies nicht in meinem Trainingstagebuch schreibe, so erwähne ich es hier im Fazit.
Denn auch das gehört zu meiner sportlichen Entwicklung dazu. Es ist sagenhaft, was ich in den letzten Jahren, durch den Sport, alles erleben darf. Begonnen habe ich als sturer Einzelkämpfer, der alles für sich alleine entdecken wollte. Und jetzt, dank dem Sport und seinen Events, habe ich so viele neue Leute getroffen, dass ich mir gar nicht alle Namen auf einem Schlag merken kann. - Ist symbolisch gemeint *hehe*

Ja, zurzeit ist es gar nicht so einfach, genug Zeit und Raum für meine Wanderleidenschaft inkl. Blogberichte und dem Laufsport zu finden. 
Aber ehrlich? - Besser als gar keine Ahnung davon zu haben, was man im Leben eigentlich möchte, oder? 


Für Veränderung ist es nie zu spät. Fang auch Du einfach damit an ...

Infobox:

PROJECT FIT
Ing. Mag.(FH) Michael Menzel

Webseite: www.projectfit.at

Kommentare