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ich, am Weg

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Ap
Road to Großglockner Berglauf 3. Woche
16.04.2017 14:47

VIELE SPORTLER - VIELE ZIELE - GEMEINSAM WACHSEN

Das war sie also, die dritte Woche meines Projectfit.at Trainingsprogramms. Und diese Woche hat mich erneut ein Stückchen weiter in die Welt der Hobby-Läufer geführt. Ich habe wieder so einiges erleben dürfen.

Zugegeben, als ich meine 16 Wochen Runtastic Laufchallenge durchführte, da wollte ich diese Momente für mich alleine haben. Ich wollte jede Laufeinheit für mich erleben und erst dann andere daran teilhaben lassen. Es wäre mir nicht in den Sinn gekommen, mit anderen Freunden zu laufen oder darüber zu sprechen. Der Plan war da - und ich wollte ihn einfach nur geradlinig durchziehen.

Ja klar - ich weis schon! 
Im Grunde tue ich jetzt nichts anderes. Für meine Leistung bin immer noch ich alleine verantwortlich. Aber nach den letzten Wochen und den vielen neuen Bekanntschaften, die ich machen durfte, weis ich erst diese Gemeinsamkeiten sowie den Austausch von Erfahrungen zu schätzen.

Und so ergeht es mir mit vielen Punkten in Sachen Leistungssport. Da gibt es meine Polaruhr. Und plötzlich interessiere ich mich nicht nur für meine abgeleisteten Kilometer und Zeit. Nein, jetzt achte ich auch auf meine Herzfrequenzen. Es wird mir immer wichtiger, meine Vorgaben ordentlich zu meistern. Und die Belohnung dafür sehe ich an meinen Ergebnissen. Es wird besser. Und ich stehe immer noch am Anfang einer längeren Reise ...

Und so ist es mir in der 3. Projejtfit.at Trainingswoche ergangen:


Montag, 10. April - 17:00 - 18:30
"Krafttraining"

Ja, so ein Start in die Woche kann schon mal schwierig sein. Bei mir dürfte das wohl auch zutreffen. Wie schon in der Vorwoche benötigte ich bei den Übungen eine ganze Weile, bis ich in Schwung kam.
Zwischendurch kam doch etwas die Müdigkeit durch. Ich beschloss einfach, etwas längere Pausen zwischen den Übungen zu machen. Und so hatte ich dann folglich keine Probleme mit meinem Kraftzirkel. Meine Katze und Heimtrainerin Whoopie spiegelte recht gut mein Empfinden an diesem Abend. *haha*
Trotzdem war es nicht ganz so schwer wie letzte Woche. Man gewöhnt sich auch daran. Zirkel brav vollendet. Das zählt. Und nein, es war nicht so ein stressgeplagter Kopf wie in der Vorwoche. Deshalb wäre eine Absage dieser Einheit auch nie infrage gekommen.


Mittwoch, 12. April - 18:00 - 19:30
"Wir machen Essling fit (mit Michael "Projectfit.at" und Gerhard "FitmitRix.at")"

Der Ruhetag am Dienstag tat mir richtig gut. Wiedereinmal hatte ihn Coach Michael richtig für mich eingeplant. Und ihn sollte ich an diesem Tag auch wieder treffen. Wir machen Essling fit - so heisst das gemeinschaftliche Projekt von Michael und Gerhard. Letzterer ist ebenso Personaltrainer unter seiner Plattform FitmitRix.at.
Jeden Mittwoch wollen die beiden sowohl Laufanfängern als auch Profis buchstäblich Beine machen. Treffpunkt ist dabei das Gasthaus Hansi bei der Esslinger Furt, dem nördlichsten Einstieg in die Lobau. Ich habe noch viel zu lernen und nehme so eine Möglichkeit mehr als dankend an. Es kann niemals falsch sein seine Übungen immer wieder zu wiederholen, vor allem wenn Dir zwei Profis auf die Beine schauen. 
Eine tolle motivierte Gruppe aus Hobby Sportler versammelte sich pünktlich um 18:00 am besagten Treffpunkt und die Coaches Michael und Gerhard legten auch gleich los. Vom Lauf ABC, Mobilität und dem richtigen Aufwärmen - Beide nahmen sich viel Zeit für jeden Teilnehmer. Als wir dann richtig aufgewärmt waren, wurden wir in zwei Laufgruppen eingeteilt. Auch hier "Bravo" von meiner Seite aus. Egal ob Du am Anfang stehst oder schon länger läufst. Niemand wird sich selbst überlassen.
Ich lief in Gerhards Gruppe eine tolle Runde durch die Lobau. Diese Runde misst ca. 4,7 Kilometer. Und wir erliefen sie in 31. Minuten. Im Anschluss, als beide Laufgruppen wieder beisammen waren, gab es noch eine gemeinsame Cool Down Phase. Ein Lob an die Trainer. Eine tolle Sache. Da komme ich sicher wieder. Mit dabei waren auch meine lieben Freunde Berndt und Betty. Das Vater/Tochter Gespann von den Turbo Schnecken lässt auch keine Gelegenheit aus, um sich zu verbessern.

(Foto: Ich - Coach Michael - Berndt - Betty)

Donnerstag, 13. April - 16:30 - 17:25
"Lauftraining mit Technik"

Und weiter ging es. Die Outdoorschulbank wartete auf mich. Am Trainingsplan wartete eine Laufeinheit mit einer kontinuierlichen Steigerung der Geschwindigkeit sowie die Integration der angepassten Technik.
Ich weis nicht, aber diese Trainingseinheit war ein Traum. Sie fühlte sich vom Start bis zum Ende einfach rund an. Ich will nicht sagen perfekt, aber trotzdem sehr gut. Zwar muss ich bei der Technik noch öfter mittendrin pausieren, aber die Phasen werden kürzer. Es kostet doch einiges an Kraft, sie dauerhaft einzusetzen. Ich muss hier geduldig bleiben und mit den kleinen Fortschritten zufrieden sein. Es war die dritte Woche eines neuen sportlichen Abschnitts. Jetzt zu glauben, es muss alles sofort und jetzt klappen, das spielt es nicht. Und ich weis das. 
Nach dem Einsatz der Technik folgte dann die Verringerung der Pace. Und hier machte sich wieder meine Polaruhr bezahlt. Denn jetzt tat ich mir viel leichter, meine Pace zu beobachten. In Blocksätzen erhöhte ich meine Geschwindigkeit. Am Ende folgte eine lockere Cool Down bzw. Auslaufphase. War es die Tagesverfassung oder ein eher stressfreier Tag? Egal, solche Trainingseinheiten muss ich mir im Kopf einspeichern und das Gefühl abrufen, wenn es einmal nicht so laufen würde, wie ich das möchte. 
Ich lief vom Handelskai (Millennium Tower) entlang der U6 Brücke rüber bis zur Alten Donau und folgte deren oberen und unteren Bereich bis nach der langen Allee. Danach erreichte ich meine Heimat Stadlau.


Freitag, 14. April - 16:00 - 17:30
"Krafttraining"

Zunächst war ich zu Boden gestürzt und ein Rasenmäher war mir über den Kopf gefahren! Natürlich nicht. Aber nach der Rasur, und gefühlt 50 kg Haaren weniger am Kopf, da trainiert es sich doch gleich leichter. *haha*
Nachdem ich meinem Vater persönlich zum Geburtstag gratuliert hatte, begab ich mich heimwärts für eine weitere Krafteinheit. Meine Energie scheint sich wirklich im Laufe einer Trainingswoche eher zu steigern. Ich hatte folglich keine Probleme mit dieser Einheit. Erneut konnte ich mich bei einigen Übungen steigern. Ich versuche, die Übungen so korrekt wie möglich zu machen. Das linke Foto unten ist demnach auch nur ein Fake, keine Angst *gg*
Mir fehlt das Fitnesscenter gar nicht mehr. Ich rolle meine Matte aus, lege fetzige motivierende Musikmontagen ein, und los geht es. Und ich verrate Euch ein Geheimnis. Ich bin nach meinem Zirkel ohne Geräte genau so erschöpft wie mit, habe es aber folglich nicht so weit in die Dusche und zum Esstisch. Am Ende war ich sehr zufrieden mit dieser Krafteinheit.


Sonntag, 16. April - 10:45 - 12:15
"Longjog mit Pacevorgabe"

Nach einer gemütlichen kleinen Rundwanderung am Samstag wartete am Sonntag meine wöchentliche Königsdisziplin. Die Rede ist natürlich vom Logjog. Doch diesmal sollte ich schneller laufen als letzte Woche. Ich sollte zwischen 6:45 und 7:00 Pace bleiben.
Und weil Sport gemeinsam noch viel mehr motiviert, traf ich mich zunächst mit Berndt, Tochter Betty und Freundin Bianca. Wir joggten gemütlich von Stadlau bis zur Donaumarina am Wehr 1. Dort trennten sich unsere Wege vorerst.
Obwohl der Weg von Stadlau bis zur Donaumarina schon ca. 2 Kilometer ausmachen, stoppte ich erst jetzt meine Zeit.
Psst - verratet dies nicht meinem Coach *gg* Ich lief südöstlich am Donau-Ufter entlang bis zur Steinspornbrücke, nahe dem südwestlichen Einstieg der Lobau. Ich überquerte die Brücke und lief nun entlang der Donauinsel wieder nordöstlich hinauf bis zur Donaustadtbrücke. Ich überquerte das Wehr 1 und lief nun am Ostufer der neuen Donau entlang in Richtung Reichsbrücke. Auf dem Weg dort hin begegnete ich noch einmal Berndt, Betty und Bianca, welche ebenfalls tüchtig Kilometer sammelten. Ich lief nun bis zur Höhe Kaisermühlen, überquerte den Steg zurück auf die Donauinsel und bewegte mich nun erneut südöstlich hinab bis zum Wehr 1 zurück. Ich überquerte dieses und lief schließlich an der Donaustadtbrücke vorbei zurück nach Stadlau. Dabei konnte ich meine Vorgabe recht ordentlich halten und legte in 90 Minuten tolle 12,66 Kilometer zurück. Wow - und ich fühlte mich wirklich gut dabei. Ich liebe einfach die Longjogs. Seit ich sie nicht mehr jeden zweiten Tag mache, fühle ich mich auch einfach viel frischer. Dazu kommt der toll geplante Trainingsplan von Coach Michael. Ich erkenne langsam die Struktur und darf selbst nachfühlen, wie die neue Einteilung meines Trainingsplans langsam Früchte trägt. Super!

(Foto: Ich - Bianca - Betty - Berndt)


Fazit:

Nach drei Wochen neuer Trainingseinteilung bin ich bei Weitem noch kein Profi. Aber eines fällt mir nun doch langsam auf. Meine Regenerationsphasen werden kürzer. Speziell nach den Laufeinheiten und die Tage danach. 
Bei meinem alten Trainingsplan, welcher ja wesentlich mehr Longjogs beinhaltete, merkte ich nach einigen Tagen eine gewisse Überbelastung. Ich habe sie nicht als solche wahrgenommen. Ich habe sie immer auf den stressigen Job oder Schlafmangel geschoben. Dank Michael weis ich, dass der Körper einfach irgendwann SOS schreit. Seit wir meinen Trainingsplan überarbeitet haben, geht es mir besser und besser. Ich habe früher oft an vier darauffolgenden Tagen trainiert. Heute sind meine Ruhetage viel besser positioniert. Und das merke ich einfach schon nach drei Wochen.

Mit "Wir machen Essling fit" habe ich eine weitere Möglichkeit mich weiter zu verbessern und neue motivierte Läufer kennenzulernen. Da bin ich schon sehr gespannt auf die nächsten Wochen.

In Sachen Ernährung habe ich kleine Anpassungen vorgenommen. Meine Waage ist kaputt gegangen. Wahrscheinlich konnte sie es nicht mehr ertragen, dass ich mich 5x pro Tag gewogen habe, ob ich ja keinen Gramm binnen weniger Minuten zugenommen hatte. *haha*
Es sollte sich herausstellen, dass dies vielleicht sogar ganz gut ist. Ich möchte meine Leistung weniger vom Gewicht abhängig machen. Denn wenn die sportliche Disziplin passt, dann kann, mit eben leichten Abänderungen in der Ernährung, auch hier eine positive Veränderung eintreten. Dabei sollte ich aber nicht ständig panisch auf die Waage schauen. Ich muss mich gut fühlen. Das ist wichtig!

Und das tut es bislang! 


Für Veränderung ist es nie zu spät. Fang auch Du einfach damit an ...

Infobox:

PROJECT FIT
Ing. Mag.(FH) Michael Menzel

Webseite: www.projectfit.at

 

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