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ich, am Weg

09
Ap
Road to Großglockner Berglauf 2. Woche
09.04.2017 13:04

DER WEG IST NOCH WEIT ... ABER ... ER WAR SCHON WEITER !!!

Um es in Johanna Spyris Worten umzumünzen "Peter kann zeigen, was er gelernt hat". Dieser kleine Wink, für den Heidi Doppelband, passt nämlich hier perfekt. Woche 2 meiner "Road to Großglockner Berglauf" wartete auf ihre Abwicklung.

Und natürlich lief bereits alles super und ich flog nur so über den Asphalt mit der neuen Technik, oder?

Nein, natürlich nicht! - Noch bin ich nicht unter die Zauberer gegangen. Es ist noch ein weiter Weg bis zur Vollendung meines Ziels. Wobei das Wort Vollendung ja nur teilweise zutrifft, denn die Nachhaltigkeit dieses Projekts ist fast noch wichtiger als das Finishen des Glockners. Es ist ein Lernprozess. Es geht um Verbesserung und Optimierung. Verbesserung meines Know-hows zum Thema Laufsport und Optimierung meiner Lauftechnik. Und das wird nicht von heute auf Morgen anders laufen. 

Wichtig ist - am Ball bleiben, nicht übertreiben, nicht übermütig werden und vor allem den Spaß und das Ziel immer vor Augen zu haben.

Und so lief also nun die zweite projectfit.at Trainingswoche...


Dienstag, 04. April - 18:00 - 19:45
"Krafttraining"

Coach Michael hatte mir bereits am Wochenende meinen neuen Trainingsplan zukommen lassen. Wie erwartet, genoss ich am Montag einen angenehmen Regenerationstag. Am Dienstag stand dann das nächste Krafttraining bevor.
Die Übungen sind nach wie vor die Gleichen, aber ich achte darauf diese richtig zu machen und notiere mir jede kleine Unsicherheit bei der Ausführung einer Übung. Dies wird später mit dem Coach besprochen. Inzwischen war auch mein Laborbefund eingetroffen und Michael gab mir gleich einige Tipps bzgl. meines Vitaminhaushaltes. Trotzdem war ich an diesem Tag nicht sonderlich gut drauf. Der Arbeitstag verlief mehr als stressig und ich startete erst relativ spät mit dem Training. In einigen Punkten konnte ich mich steigern, andere wollten dafür überhaupt nicht so recht klappen. Kein Problem. Das gehört dazu und wird wohl noch öfter passieren.


Mittwoch, 05. April - 16:15 - 17:15
"Lauftraining mit Technik"

Am nächsten Tag stand wieder Lauftechniktraining am Plan. Hier ging es erneut um die richtige Ausführung der neuen Technik während des Trainings. Es war erneut sehr anstrengend, die neue Technik in das alte System zu integrieren. Mir ist die Ausübung durchaus bewusst, doch ich muss noch lernen diese Technik länger durchzuhalten, sie zum alltäglichen Lauf zu machen. Trainieren, trainieren, trainieren, ...
Ansonsten war diese Einheit ausschlaggebend für eine weitere - positive - Veränderung in meinem Sportlerleben. Die Einheit lief zwar recht gut, aber ich verlor erneut die Übersicht über meine durchschnittliche Pace. Meine Leistungsmessung lief weiter nur über Runtastic am Smartphone. Und genau das ist sehr störend, wenn man einer gewissen Vorgabe folgen möchte. Vor allem konnte ich so dem Coach kaum jene Daten liefern, die er von mir braucht. Die Einheit war gut, aber nun wusste ich, was zu tun war.

Route: Handelskai (Millenniumtower) - Donauinsel - Donaustadtbrücke - Stadlau


Donnerstag, 06. April
"Regeneration & eine sehr vernünftige Anschaffung"

Ruhetag oder Krafttraining - so stand es am Trainingsplan. Die Arbeitswoche war doch ziemlich intensiv. Da war es nicht so einfach den Kopf freizubekommen. Nach einer kurzen Feedbackrunde mit Coach Michael entschied ich mich für einen sportlichen Ruhetag. 
Doch ich nutzte diese Gelegenheit, um endlich Nägel mit Köpfen zu machen, wenn es um eine Sportuhr geht. Man muss wissen, ich hatte ursprünglich eine Pulsuhr mit Brustgurt, doch ich konnte beide nicht mehr synchronisieren. Coach Michael empfahl mir noch in der ersten Trainingswoche zwei Modelle von der Marke Polar. Eine günstigere Variante und eine etwas kostspieligere Alternative. Ich war dann eine Zeit lang am Überlegen.
Doch dann sprang mir das Osterangebot eines Sportshops im Stadioncenter förmlich ins Gesicht. Und so fiel meine Wahl auf das Model Polar M400. Dies war jene Uhr, welche mir Michael als zweite Möglichkeit genannt hatte. Jedoch nun zum Preis jener Variante, die er zuerst vorgeschlagen hatte. 
Dafür gab es nur ein einziges Wort - einpacken!!!


Freitag, 07. April 15:30 - 16:40
"Lockeres Laufen inkl. Technik"

Diese Pause hatte mir richtig gut getan. Sicher verspürte ich auch die Euphorie, meine neue Sportuhr endlich zu testen. Trotzdem fühlte ich mich körperlich fit. Obwohl es vom Vormittag bis frühen Nachmittag geregnet hatte, wäre es mir nie in den Sinn gekommen, das Training abzusagen.
(Starkregen mal ausgenommen) Auch als ich am Nachmittag mit der Laufeinheit startete, regnete es noch. Doch nach wenigen Kilometern löste sich der kleine Schauer auf und es blieb weitgehend trocken.
Und was soll ich sagen? Es war Liebe auf den ersten Run! Nach dieser Einheit mit der neuen Polaruhr frage ich mich eher, was habe ich bisher ohne gemacht? Auch der Brustgurt ist toll und stört mich überhaupt nicht beim Laufen. Selbst die Software hinter diesem Gerät ist der absolute Hammer. Ohne die Möglichkeiten von Runtastic schmälern zu wollen, aber die Kommunikation der Trainingsdaten via Polar ist sicherlich etwas professioneller. Allein die Tagebuchfunktion samt Erstellung einer Trainingseinheit am PC, samt Durchführung im Freien, macht das Arbeiten an der eigenen sportlichen Entwicklung noch einfacher. Lt. Plan sollte ich 50 Minuten ganz locker laufen (7:00 Pace +). Nach Rücksprache mit Coach Michael packte ich 10 Minuten Technik drauf. Dazu Warm-up und Cool-down. Am Ende hatte ich nach 70 Minuten über 9 Kilometer geschafft und war damit sehr zufrieden.

Route: Spittelau - Donaukanal - Meiereistraße - Ernst Happel Stadion


Samstag, 08. April 17:00 - 18:30
"Krafttraining"

Eine weitere Krafttrainingseinheit gab es dann am folgenden Tag. Diesmal nicht morgens nach dem Aufstehen. Da war ich leider verhindert. Doch natürlich absolvierte ich mein Training ordentlich. Und diesmal ging es mir wesentlich besser als zu Beginn der Woche. Ich hatte aber allgemein einen guten Tagesflow. Ich fühlte mich weniger müde und konnte das auch noch ins Training mit einfließen lassen.
Diesmal konnte ich bei einigen Übungen noch etwas länger durchhalten, und absolvierte jene mit reinen Wiederholungen so gut ich konnte. Es gibt einige Übungen, die ich mit Coach Michael noch besprechen muss, aber sonst läuft es jetzt relativ gut. Es ist natürlich ein Vorteil, wenn man die Übungen schon kennt, die man als Nächstes machen sollte. So spare ich doch noch etwas Zeit zwischen den Einheiten. Die Qualität steht aber natürlich immer noch im Vordergrund. Ich merke nach dem Training zwar immer noch, wie intensiv manche Übungen doch für mich sind, doch mittlerweile steht die Zufriedenheit nach einer erfolgreichen Einheit deutlich über dem Muskelkater. *hihi*


Sonntag, 09. April 9:00 - 10:30
"90 Minuten Longjog"

Ich gebe es zu! Ich liebe diese Longjogs. Im Grunde ist dies nicht viel anders als meine sonstigen Langdistanzen. Ich verhandle sie mit Michael immer auf 90 Minuten hoch. *gg* Doch es handelt sich auch nur um kleine zeitliche Anhebungen. Nichts was mich in Gefahr bringt, übertreiben zu wollen.
Genau das ist nämlich auch so ein Punkt in Sachen Trainingseinteilung gewesen. Früher hatte ich oft 2-3 Langdistanzen nach stressigen Arbeitstagen mit eingebaut. Zuviel für den Körper. Jetzt, mit einer besseren Aufteilung, freue ich mich immer schon auf die Longjogs und bin dann folglich auch fit genug um sie genießen zu können.
Das Wetter war erneut gigantisch schön und ich wählte eine passende Strecke aus. Ich verband zwei Wanderwege zu einer Laufstrecke. Es handelt sich dabei um zwei Touren der Wiener Wasserwege. Konkret, man kommt am Mühlwasser und Schillerwasser vorbei. 2015 hatte ich im Rahmen meines Wanderprojekts zu den Wiener Wasserwegen eben auch diese beiden absolviert.

Ich, am Weg - Wiener Wasserwege "Mühlwasser" Video Clip ------> H I E R
Ich, am Weg - Wiener Wasserwege "Schillerwasser" Video Clip ---> H I E R

Ich fühlte mich super. Ich behielt ein angenehmes Lauftempo aufrecht und genoss diesen Longjog. Nach 90 Minuten hatte ich tatsächlich noch das Gefühl weiterlaufen zu können. Ich hatte keine Beschwerden, war kaum ausser Puste. Es hat einfach perfekt gepasst. 11,6 Kilometer nach 90 Minuten im lockeren Laufschritt war absolut ok.

Route: Stadlau - Mühlwasser - Herrenhäufel - Schillerwasser - Kaisermühlendamm - Donauinsel - Donaustadtbrücke - Stadlau


Fazit:

Ich merke schon, diese neue Trainingseinteilung tut mir gut. Besser als meine damalige Einteilung, die aus heutiger Sicht wirklich etwas zu brutal war. Auch der Tipp zwecks Vitaminhaushalt wird sich noch in den laufenden Wochen und Monaten als Goldgriff herausstellen.
Die Umstellung auf Polar ist jedoch der bisherige Gipfel. Viele meiner Freunde nutzen ja bereits Sportuhren und wissen um deren praktischen Nutzen. Für mich ist das alles Neuland und ich hoffe, ich nerve nicht mit meiner überschwänglichen Freude mit dieser Errungenschaft *haha*

Ich bin nach wie vor kein Profi, und realistisch betrachtet werde ich das auch nie sein. Aber das heißt ja nicht, dass ich nicht professioneller zu Werke gehen darf, oder? Ich denke, dieser Schritt war wichtig für mich. Genau das meine ich, wenn ich von Know-how schreibe. 

Ernährung, Vitamine, geregeltes Training, Regeneration und neue Wertemessung - allein in diesen Bereichen ist in nur einer Trainingswoche enorm viel bei mir weitergegangen. Und das verdanke ich natürlich meinem Coach Michael. Ich weis schon, warum ich den Schritt zu einem betreuten Training gewagt habe. Genau wegen diesen Erfahrungen, die ich jetzt machen darf.

Und so freue ich mich schon auf die nächste Trainingswoche und die nächsten Schritte. Auf der Reise zum Glockner und darüber hinaus werden noch einige gute wie auch weniger gute Trainingstage kommen. Wichtig ist nur dran zu bleiben. Wo stehe ich? Was ist mein Ziel? Und was darf ich dafür tun? 

Daran glauben und niemals aufgeben!

 


Für Veränderung ist es nie zu spät. Fang auch Du einfach damit an ...

Infobox:

PROJECT FIT
Ing. Mag.(FH) Michael Menzel

Webseite: www.projectfit.at

 

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