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ich, am Weg

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Ju
Road to Großglockner Berglauf 15.Woche
14.07.2017 17:53

Es ist soweit! Phönix muss sich nun erheben!

Unglaublich. Es ist tatsächlich so weit. Die letzte Trainingswoche stand auf dem Programm. Dank den Coaches Michael Menzel (projectfit.at) und Gerhard Eder (fitmitrix.at) wusste ich, wie ich es in den letzten Tagen angehen sollte.

Ich sollte bis Mittwoch intensiv, aber kurzweilig, trainieren. Danach sollte ich regenerieren und so viele Kohlenhydrate wie nur möglich in mich hinein schaufeln, um den Energiespeicher bis zum Rand zu befüllen.

Am Montag jedoch legte ich einen Ruhetag ein und beschloss dafür am Dienstag und Mittwoch noch einmal Gas zu geben. Die letzten Tipps, das letzte Set Up, und dann würde es endlich losgehen.

Auch wenn es am Schluss nur zwei Einheiten gab, könnt Ihr nun nachlesen, wie es mir erging.

 


Dienstag, 11. Juli - 18:30
"Laufen+ inkl. Freeletics (feat. Gerhard Eder von fitmitrix.at)"

Back to Donauinsel. Diesmal hatte Gerhard ein ganz besonderes Programm für seine tapfere Gruppe und mich zusammengestellt. Nach dem Aufwärmen und Mobilisieren liefen wir zu den Kletter- und Trainingsstangen neben dem Kaisermühlensteg.
Dort führte uns Gerhard einige Übungen vor, welche wir dann auch gleich ausführen sollten. Dabei hat sich Gerhard für jeden Teilnehmer Zeit genommen.
Im Anschluss gab es noch eine kleine läuferische Ehrenrunde zur Reichsbrücke und zurück. Dabei hat Gerhard extra für mich einige Hürden, wie Stufen oder Highjumps, in den Lauf mit verpackt.  Danach gab es noch einige Tipps zum Abschluss und das Dehnen durfte natürlich auch nicht fehlen. 
In Summe war es wieder ein toller Trainingstreff, der Lust auf mehr macht.


Mittwoch, 12. Juli - 16:00
"Lockerer Lauf mit Höhenmeter"

Zum Abschluss meiner Trainingsvorbereitung gab es noch eine Runde entlang der Zehen des Kahlenbergs. Ich startete beim Kahlenbergerdorf und marschierte dabei die Eisernehandgasse hinauf. Jeder, der die Eisernehandgasse kennt, der weis, wie schwierig dieses kurze aber intensive Stück Straße ist.
Sie ist läuferisch für mich nicht zu packen, aber das muss sie auch nicht. Ich konnte dieses Stück in einem Hochsteigen, ohne dabei abzusetzen. 
Und so wird es auch beim Großglockner Berglauf ablaufen. Hier bin ich sogar schneller, wenn ich kontinuierlich steige, als wenn ich versuchen würde aufwärts zu steppen. 
Am oberen Ende der Eisernenhandgasse lief ich dann hinab nach Nußdorf und von dort zurück zum Bahnhof bei Heiligenstadt. Abwärts habe ich mich noch einmal so richtig ins Zeug gelegt und erreichte dabei fast durchgehende eine Pace von 5:30. Am Ende war ich schon recht zufrieden.


Fazit:

Showtime! Main Event Time!
Es ist mein sportlicher Höhepunkt in diesem Jahr. Sicherlich warten noch andere Herausforderungen auf mich, aber der Großglockner Berglauf ist für mich Neuland. Wenn man liest, er gehört zu Europas imposantesten Bergläufen, dann weis man schon, wohin man sich begibt.

15 Wochen lang habe ich mich explizit auf diesen einen Moment vorbereitet. Dazwischen hatte ich nur ein kleines Out mit einer starken Erkältung. Doch rückblickend gibt es für mich nichts, was ich hätte besser machen können. Der Schritt, mit Coach Michael und projectfit.at zu trainieren, war sicherlich eine sehr gute Wahl. Ich habe in dieser Zeit viel gelernt, was mich auch nach dem Glockner noch begleiten wird. Mit Gerhard habe ich dazu noch einen weiteren erfahrenen Sportler und Trainer kennenlernen dürfen, der mich auch vom Beginn an mit Tipps unterstützt hat.

Besser kann man es immer machen. Aber dazu braucht es natürlich auch die Voraussetzungen. Mit einem 40 Std. Job und jede Menge Hobbys, ist es nicht ganz so leicht sich 100% auf das Training zu konzentrieren. Darum meine ich, ich habe mein Bestes gegeben und ständig an mir gearbeitet.
Das heißt, egal wie es mir beim Berglauf auch gehen wird, es wird meine beste Leistung sein, die ich imstande bin abzurufen. Und würde ich dort eingehen, dann wäre es trotzdem das Beste was ich abrufen könnte. 

Doch daran denke ich nicht. Ich denke lieber an die Atmosphäre, die Teilnehmer, den Nationalpark Hohe Tauern und die Finisher Medaille. Diese wird sich, neben all meinen anderen bisherigen Errungenschaften, sehr gut machen. Und wenn sie dann als Trophäe an der Wand hängt, wird sie mich jeden Tag daran erinnern, welche Arbeit dahinter steckte.
Sie wird aber auch ein Meilenstein zwischen den anderen Urkunden und Medaillen sein, zu dem ich später einmal sagen werde, er wäre der Wendepunkt in meinem sportlichen Leben gewesen. Denn ab hier habe ich mich zu einem besseren Sportler entwickelt, welcher reifer und gestärkter, neue sportliche Hürden und Herausforderungen gesucht hat.

Es ist nun Samstag, der 15.07. kurz nach 7:00. In einer Stunde werde ich nun aufbrechen. Zunächst fahren meine Eltern, sie unterstützen mich vor Ort, und ich nach Mittersill, wo wir unser Quartier haben. Heute wird es noch ruhiger angegangen. Morgen um diese Zeit werde ich wohl schon ziemlich aufgeregt sein. Tatsächlich! Morgen ist es so weit.

Aber das ist eine andere Geschichte und wird schon sehr bald erzählt werden.


Für Veränderung ist es nie zu spät. Fang auch Du einfach damit an ...

Infobox:

PROJECT FIT
Ing. Mag.(FH) Michael Menzel

Webseite: www.projectfit.at

Infobox:

FIT MIT RIX
Ing. Mag.(FH) Gerhard Eder

Webseite: www.fitmitrix.at

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