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ich, am Weg

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Ju
Road to Großglockner Berglauf 13.Woche
03.07.2017 17:34

Der Körper holt zum letzten Push aus

Jetzt wird es ernst! -
Das merkt man. Die Aura des Großglockner Berglaufs begleitet mich schon überall hin. Sport, wie Fußball, wo man sich leicht und schnell einmal verletzten kann, muss jetzt hinten anstehen. Beim Lauftraining sucht man schon die Höhenmeter. Und Trainer Gerhard von FitmitRix.at erkundigt sich bei seinem Lauftreffs auch schon immer wieder nach meinen Fortschritten. Man hat mich überhaupt in den letzten Tagen häufiger auf den Berglauf angesprochen. Man müsste fast meinen, mein Umfeld hat diesen Bewerb schon eher realisiert, als ich. *gg*

Aber was soll man sagen? Es sind nur noch 2 Wochen. Dann gibt es nur noch meine Beine, den Steig und meinen Willen. Schon irre, wenn ich daran denke, dass ich zu Beginn des Jahres noch überlegt habe, was ich denn noch tun könnte, um meine Leistung zu steigern.
Der Gang zu Coach Michael von projectfit.at war sicher ein kleiner Meilenstein. In diesen letzten Monaten habe ich so viel über den Laufsport erfahren und durchleben dürfen, ich denke, ich weis nun auf was ich mich eingelassen habe.

Ob aus mir nun noch ein richtiger Läufer wird?
Schwer zu sagen. Ein Ultra sicherlich nicht. Dazu habe ich doch das eine oder andere Kilo zuviel verteilt am Körper *hehe*. Meine Oberschenkel und Waden eigenen sich wohl auch mehr zu Marschieren oder Bergwandern. Außerdem müsste man, um richtig gut darin zu werden, vieles dem Laufsport unterordnen.

Aber das macht nichts. Viel wichtiger ist es doch, zwei gesunde Beine zu haben, um all das machen zu können. Auch ist es mir wichtig viele Freunde zu haben und dazu noch Neue kennenzulernen, mit denen man sein Hobby teilen kann.
Außerdem darf ich niemals mein Credo vergessen, welches lautet, das ich den Beweis erbringen möchte, das normale 0-8-15 Bürger - so wie ich eben einer bin - auch an der Verwirklichung ihrer sportlichen Ziele arbeiten und diese auch erreichen können.

All diese Events wie Red Bull 400 Kulm, Vertical Up oder der Karwendelmarsch waren auch irgendwann einmal unantastbar für mich gewesen. Und jetzt kommt der Berglauf schlecht hin, der Mythos Glockner. Das kam nicht über Nacht. Genau so ist auch noch kein Ende in Sicht.

Aber werfen wir einmal einen Blick auf meine Trainingsleistung in der 13. Woche.


Montag, 26. Juni - 18:00
"Krafttraining Outdoor"

Bei herrlichem Wetter draußen, schnappte ich mir meine Trainingsmatte und suchte den Innenhof meines Wohnblocks auf. Dort breitete ich die Matte aus und genoss einen richtig guten Kraftzirkel draußen. Das ich auf diese Idee nicht schon früher gekommen bin, wunderte mich auch.
Es war eine gute Einheit und ich konnte so ziemlich alle Übungen toll und rund absolvieren. Für die Dips gab es auch eine Holzbank um die Ecke. Es lief alles super und ich war danach richtig zufrieden.


Dienstag, 27. Juni - 18:30
"Laufen+ (mit Gerhard von FitmitRix.at)"

So ist das halt, wenn zwei tolle Trainer ihren Lauftreff am selben Tag und zur selben Uhrzeit starten. Ich kann mich nicht teilen *g*
Während Coach Michael mit ProjectFit weiterhin seine Dienste in der Lobau anbietet, macht Gerhard, so zu sagen, die Donauinsel fit. Dazu werde ich mich im Fazit noch äußern. Diesmal war ich eben bei Gerhard zu Gast. Dieser stellte den Lauftreff unter das Motto "Lauftechnik, Teil 1". Und ja, dieses zog er auch durch. Er erklärte allen Teilnehmern, so auch mir, alles, was man zum Thema Lauftechnik wissen muss, jedoch nur im Bereich des Oberkörpers bis zum Becken.  Zunächst wurde aufgewärmt und mobilisiert. Dann gab es eine kleine praktische Einschulung sowie einen ca. 30 min Abschlusslauf entlang der Donauinsel. Es hat mir sehr gefallen. Die Lokation kenne ich genau so gut wie die Lobau.  Mit dem Ergebniss war ich schon zufrieden. Der gesamte Treff war toll organisiert und geleitet. Kann ich ebenso weiter empfehlen. 


Freitag, 30. Juni - 17:00
"40 statt 60 Min Laufeinheit (abgebrochen wegen drohendem Gewitter)"

Am Mittwoch hatte ich einen anstrengenden Tag hinter mich gebracht. Der Arbeitstag war mega stressig, und im Anschluss fuhr ich noch zum Haus meiner Eltern in Hollabrunn, um dort den Rasen zu mähen und zu gießen. Nicht falsch verstehen. Letzteres war sogar eher entspannend, aber ich war nun mal immer noch unterwegs. Ich kam erst ziemlich spät nach hause und war nach diesem Tag auch ziemlich müde und körperlich erschöpft.
Darum verordnete ich mir am Donnerstag einen Ruhetag und wollte am Freitag dann wieder Gas geben. Und soweit sah ja alles auch gut aus. Ich plante eine Laufeinheit von 60 Minuten und startete nahe des Rennbahnwegs. Ich wollte entlang der Wagramerstraße hinab zur alten Donau und von dort zu mir nach Stadlau laufen. Doch im Westen braute sich eine ziemlich schwarze Gewitterfront auf. In der Ferne erkannte ich gar ein grässliches Wetterleuchten. Und diese Front kam relativ schnell näher und der Wind setzte bald ein. Also beschloss ich die Tour auf 40 Minuten zu drücken, und lief schon vorher heimwärts. Die Zeit war jetzt nicht so berauschend, aber so locker vom Hocker ging es auch nicht.


Samstag, 1. Juli - 17:00
"30 statt 60 Minuten Laufeinheit (wegen Regenfront abgebrochen)"

Ich hatte bereits einen sehr schönen Tag in Bad Mitterndorf (Steiermark) verbracht. Ich half dort beim Auf- und Abbau bei der Jubiläumsfeier des Barfußparks/Baumlehrpfads. Ich verstehe mich sehr gut mit dem Initiator und administriere auch die Facebook-Seite des Parks.
Am Abend wollte ich ein regenfreies Fenster ausnutzen und eine kleine Runde zur Skiflugschanze am Kulm und zurück laufen. Aber leider spielte mir das Wetter wieder einen Streich. Ich meine, es war vorhersehbar, aber ich hoffte doch, das dieses regenfreie Fenster länger halten würde. Diesmal sah ich die Regenfront aus dem Südwesten aber schon kommen. Aus den trübgrau-schwarzen Wolken schob sich eine helle Wolkenfront davor. Ein breiter Regenschleier kam auf Bad Mitterndorf zu.
Phu, da hieß es Beine in die Hand nehmen. Schon zu Mittag hatte es einige Male in der Ferne geblitzt und gedonnert. Und ein Gewitter in der Weststeiermark kennt keine Gnade. Es war eine gute Entscheidung umzukehren, denn (in der Tat) keine drei Minuten nach meiner Rückkehr ins Quartier goss es wie aus Eimern, und das über mehrere Stunden hinweg bis in die Nacht hinein. 
Irgendwie schade, denn diese Gegend ist zum Laufen einfach grandios. Wäre es sommerlich gewesen, dann wäre ich die Tauplitzalm Straße nach oben gelaufen. Aber so ging das natürlich nicht. Klar!


Fazit:

Ab der Mitte dieser Woche war bei mir irgendwie die Luft draußen. Auf der Donauinsel, bei Gerhard, lief es noch super. Dann kam aber dieser Monstermittwoch, der mich ziemlich geschlaucht hatte. Aber so richtig.
Und auch nach dem Ruhetag war es recht eigenartig zäh. Lag es daran, das ich einfach müde war? Oder war es doch die extrem schwüle Luft vor dem vorbeiziehenden Gewitter in Wien? Jedenfalls waren meine Beine wie Holzklötze. 

Ich habe das aber einmal so hingenommen, denn wenn es nicht läuft, dann kann man es auch nicht erzwingen. Ich denke, mit jedem Tag, der mich näher zum Berglauf bringt, wird mein Körper schon wieder anspringen. Es ist gut so, wenn er "jetzt" noch einmal alle Energien sammelt, um sie dann beim Glockner freizusetzen.

Der Lauftreff mit Gerhard war Top! Aber auch Michael macht seine Sache sehr gut! Ich finde es schade, wenn beide Termine am gleichen Tag zur selben Zeit stattfinden. Sonst würde ich beide Treffs besuchen. An dieser Stelle kann ich einfach nur beide Lauftreffs empfehlen.
Egal ob "Wir machen Essling fit" oder "Laufen+", hier warten zwei absolute Kenner ihres Fachs und beraten Euch sehr gerne. Gebt beide Lauftreffs in Facebook ein, und Ihr findet alle Informationen zu diesen beiden Trainingsmöglichkeiten. Ich bin auch ein Anfänger des Laufsports und fühle mich bei beiden sehr gut aufgehoben.

Nächste Woche werde ich wieder etwas mehr Gas geben. Ich hoffe, das Wetter lässt dies so weit zu. Das nächste Wochenende ist ja schon das letzte Wochenende vor dem großen Berglauf. Ich plane ja eine Generalprobe, aber der Wetterbericht spielt derzeit nicht mit.
Ich habe ja schon erwähnt, dass ich nächsten Sonntag nach Maria Schutz zum Gebirgsjägersteig fahren möchte. 3,5 Kilometer und 720 Höhenmeter warten dort. Meine Bestzeit hier liegt bei 58 Minuten. An einem guten Tag, denke ich, kann ich das packen. Aber bei starken Regen ist der Gebirgsjägersteig zu gefährlich. Ich hoffe noch. Ich suche aber schon nach Alternativen.

Wie man es aber auch dreht und wendet, der Tag X kommt unweigerlich und mit großen Schritten näher.

Doch mein Kopf sagt bereits "Als´dann - pack mas!"

Und das sind bei mir immer sehr gute Anzeichen, wenn es darum geht, das Unmögliche möglich zu machen *ggg*

 

 

 

Für Veränderung ist es nie zu spät. Fang auch Du einfach damit an ...

Infobox:

PROJECT FIT
Ing. Mag.(FH) Michael Menzel

Webseite: www.projectfit.at


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