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ich, am Weg

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Ju
Road to Großglockner Berglauf 11.Woche
18.06.2017 17:26

Ab jetzt heißt es jede Woche "Berg Heil" !!!

Schluß mit Ausreden! Ab jetzt heißt es Höhenmeter sammeln, wo es nur geht. Die 7-tägige Weitwanderung zu vorbei. Es sind nur noch 4 Wochen bis zum Großglockner Berglauf. Schon vor der Wandertour habe ich mit den ersten Steigungen begonnen. Dabei habe ich auch Treppenläufe gemacht. 

Doch jetzt müssen die Höhenmeter in das Laufprogramm integriert werden. Denn ich möchte immer noch so nahe wie möglich an meine Zielzeitvorgabe herankommen. Das heißt für mich, am Tag des Glocknerlaufs werde ich die Büchse der 100% Leistung öffnen und darin nach weiteren 10% suchen. Ich bin auch zuversichtlich, dass mir das gelingt. Wieso auch nicht? Die letzten Jahre haben gezeigt, dass ich mich in vielen Dingen weiterentwickelt habe. Auch die letzten drei Monate waren eine extrem positive Weiterentwicklung.

Aber genug der Worte. Man sehen, wie es mir in der Woche nach der Weitwanderung ergangen ist ...


Dienstag, 13. Juni - 11:00
"60 Minuten locker Laufen - Regenerationslauf nach 7 Tage Weitwandern"

Zwei Tage nach meiner Rückkehr meiner 7-tägigen Weitwanderung am niederösterreichischen Mariazellerweg, beschloss ich die Laufschuhe wieder anzuziehen. Ich hatte zwar noch zwei Blasen an den Zehen, die noch abheilen mussten, aber im Laufschuh hatte ich damit keine Probleme. Ich lief zum Gewerbepark Stadlau und besorgte mir, wie ich Gerhard von FitmitRix.at versprochen hatte, Kompressionsstrümpfe.
Und beim Rückweg hatte ich schon eine Garnitur an. Ich muss sagen, man fühlt sich doch ganz wohl in diesen kniehohen Socken, die dafür sorgen, dass die Muskulatur nicht zu sehr ausschwingt. Mit 8,4 Kilometer in 60 Minuten hatte ich auch schon wieder meinen lockeren Schnitt erreicht. Hat mir sofort wieder Spaß gemacht.


 

Mittwoch, 14. Juni - 15:00

"60 Minuten locker Laufen - Bewegungsabläufe wiederholen"

Ich war noch im Urlaub, das Wetter war herrlich und ich musste noch in den Norden des 22. Wiener Bezirkes. Daher beschloss ich noch einmal, in die Laufschuhe zu steigen und locker dahin zu laufen. Ich wollte meinen Körper auch wieder auf die Laufbelastung vorbereiten, ohne ihn aber dabei zu zertrümmern. Und auch das gelang mir sehr gut. Ich konnte mein Level vom Vortag halten, was mich persönlich schon sehr zufrieden stimmte.
Am Ende hatte ich nach 65 Minuten 8,6 Kilometer erlaufen. An diesem Nachmittag war es aber auch sehr heiß, darum bin ich damit zufrieden.


Donnerstag, 15. Juni - Vormittag / Nachmittag
"Krafttraining und gemütlich Skaten"

Zunächst machte ich meinen Kraftzirkel. Stets so, dass ich nicht übertrieben habe. Ich habe mich dabei an die einfachen Vorgaben gehalten. Das Training lief so weit ganz gut. Am Nachmittag konnte ich der Versuchung, an der frischen Luft Sport zu machen, nicht widerstehen. Ich wollte aber auch nicht noch eine Laufrunde einlegen. Mein Fahrrad ist leider momentan nicht fahrtauglich. Also was tun, um so einen Tag nicht sinnlos zu verschwenden?
Genau! Ich entstaubte meine Skates und drehte eine gemütliche Runde entlang der Donauinsel und dem Donaupark. Normalerweise ziehe ich meine Skates nur einmal im Jahr an, und zwar im Rahmen des "Rote Nasen Laufs" um möglichst viele Kilometer zu sammeln, für diese ja gespendet wird. Letztes Jahr hatte ich aber nicht teilgenommen. Also besser mal wieder skaten, damit die Räder nicht verklimmen.
War echt ne tolle Sache und am Ende des Tages kamen dann doch knapp 14 Kilometer zusammen, die ich da erskatete. Aber dann war Ruhen angesagt.


Samstag, 17. Juni - 13:00

"60 Minuten Auslaufen auf niedriger Frequenz"

Ich hatte am Freitag auch ein Fußball Match bestritten. Folglich waren nach den letzten Tagen dann doch schon die Beine etwas schwer. Lt. Trainingsplan sollte ich 60 Minuten locker auslaufen. Für mich bedeutete dies Joggen auf einer Basis von schnellem Gehen. Die Fettverbrennung wurde dabei sicherlich angeregt. Und ich muss sagen, das hat richtig gut getan. Ich lief durch die Bauten Kagrans zum Donauzentrum und von dort zur alten Donau. Hier trabte ich dann zurück nach Stadlau. Nach 60 Minuten hatte ich dann 7,3 Kilometer zu verbuchen bei einer Pace von 8:19. 

Ich fragte mich schon, ob das nicht zuviel wird. Aber nein, dieses Auslaufen hat richtig funktioniert und ich hatte folglich auch keine körperlichen Beschwerden oder Muskelkater. Also hab ich wohl alles richtig gemacht.


 

Sonntag, 18. Juni - 10:00

"Bisamberg Trail"

Am Ende dieser intensiven Woche wollte ich noch einmal alles auf eine Karte setzen. Montag wartete ein Ruhetag auf mich, darum konnte ich hier noch einmal alles aus mich herausholen. Genug der Treppen und Steigungen auf der Donauinsel. Ein Hügel musste her.
Der Bisamberg, im Nordwesten von Wien, eignete sich perfekt dafür. Es sind zwar nicht viele Höhenmeter, die man auf ihn überwinden muss, aber die Steigungen ziehen sich zumeist über Kilometer hinweg. 
Ich startete in Stammersdorf und merkte gleich nach zwei Kilometern, dass sich die Muskulatur rund um meine Fußknöchel meldete. Auch die Waden waren nicht so entspannt. Aber das ist klar, denn beim Laufen bergauf absolviert man eine andere Bewegung. Aber dann hatte sich mein Körper gut auf die Situation eingestellt und ich hatte folglich keine Mühe hinauf zu kommen. Konditionell hatte ich keine Probleme. Auch der Puls schoss nie durch die Decke. Am Ende schaffte ich nach 90 Minuten 11,2 Kilometer bei ca. 200 Höhenmeter. Damit bin ich zufrieden, weis aber auch das ich jetzt hier weiter ansetzen muss.


Fazit:

Knapp 180 Kilometer und an die 3500 Höhenmeter in 7 Tagen muss man auch erst einmal verarbeiten. Es ist nicht so, dass man danach keine Kraft mehr hat. Im Vorjahr haben mein Vater und ich, beim steirischen Mariazellerweg, sogar 215 Kilometer in 10 Tagen bei doppelt so vielen Höhenmetern zurückgelegt. Aber sobald man dem Kopf signalisiert das die Tour zu Ende ist, dann fällt diese innere Anspannung ab und man ist zunächst ziemlich müde und leer.

Zwei Tage habe ich mir Zeit gelassen, ehe ich wieder mit dem Lauftraining begann. Dazu hatte ich zwei offenen Blasen an den linken Zehen. Coach Michael war ja zunächst dagegen, schon nach 48 Stunden wieder zu starten, aber ich versicherte ihn, dass ich schon wieder bereit war.

Die Freude am Laufen war gleich wieder da. Es ist doch eine ganz andere Bewegung als Wandern und Marschieren. Ich liebe beides. Beim Laufen kommt man nur schneller vorwärts. *hihi*
Im Grunde war diese Woche auch ziemlich intensiv, aber ich habe meine Zeit des Urlaubs einfach noch gut genützt und das Beste daraus gemacht. Die Errungenschaft der Kompressionsstrümpfe war sicherlich ein goldrichtiger Tipp von Gerhard. Ein weiterer Baustein für den Erfolg.

Es sind jetzt noch 4 Wochen bis zum Großglockner Berglauf. Ein Vorteil für mich ist sicher, auch wenn es schon eine Weile her ist, dass ich die Strecke dort schon kenne. Somit ist der Respekt zwar da, aber ich starte keine Mission in unbekannte Gewässer. Das kann am Ende, wenn man schon am Ende ist, der Körper auf Hochtouren arbeitet, für den Kopf sehr wichtig sein, wenn man einschätzen kann, wo man sich gerade befindet, und wie weit es noch ins Ziel ist.

Das ich nicht aufgeregt wäre, das wäre sicher gelogen. Aber jetzt kommt langsam die Phase, wo ich mich schon auf dieses Eventgefühl freue. Die Anspannung verfliegt ohnehin mit dem Startschuss. Es ist ja nicht nur der Trail. Ich freue mich allgemein, wieder in den Nationalpark Hohe Tauern zu kommen. Ich verbleibe ja drei Tage in Mittersill. Von dort ist es ja nicht weit nach Kitzbühel.

Und wer weis? Vielleicht sieht der Vertical Up Geist von der Streif an diesem Tag zu mir rüber :-)

 

Für Veränderung ist es nie zu spät. Fang auch Du einfach damit an ...

Infobox:

PROJECT FIT
Ing. Mag.(FH) Michael Menzel

Webseite: www.projectfit.at

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