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Ap
Road to Großglockner Berglauf 1. Woche
02.04.2017 17:19

THE FIRST STEPS INTO A LARGER WORLD

Ich stapfte 400 höllische Meter die Skiflugschanze am Kulm hinauf. Ich bezwang den berüchtigten Gebirgsjägersteig beim Bergkriterium in Maria Schutz. Ich umrundete Wien zur Hälfte und stürmte mutig durch das Nordgebirge Tirols und wurde zum Karwendelkiller. Dazu erklomm ich bereits mehrmals die gefürchtete Streif in Kitzbühel. Diese Liste ist bestimmt noch länger.

Mein diesjähriger Main Event bedarf einer Trainingsdisziplin, wie ich sie noch nie zuvor erlernt habe. Die Rede ist natürlich vom Großglockner Berglauf.

Wie ich auf diese Idee kam, und was ich mir dabei gedacht habe, das könnt Ihr HIER im Vorwort zur Road to Großglockner Berglauf nachlesen.

Die erste Woche liegt nun hinter mir. Was hat sich alles getan? Wie habe ich trainiert? Und wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Coach Michael von projectfit.at? So ist es mir ergangen ...


Das Erstgespräch mit Coach Michael...

Am Freitag den 24. März war es so weit. In einer Pizzeria in Stadlau traf ich auf Michael Menzel von projectfit.at. 

Hier befassten wir uns gleich mit den Fakten. Alle Karten mussten auf den Tisch. Wo stehe ich? Wo will ich hin? Was muss ich dafür tun? 
Mein Ziel ist es den Großglockner Berglauf in einer, für mich machbaren Zeit zu schaffen. Meine Einstellung zum Training, bzw. mein Know How über die richtige Technik soll davon aber auch nachhaltig profitieren.

Michael machte mir schnell klar, wo meine Stärken und Defizite liegen. Er bezog sämtliche Trainingsdaten von mir aus den letzten 2 Jahren und war sogleich für einen Termin meiner ersten Lauftechnik Stunde bemüht. Mit seinen Worten "Willkommen im Team" startete offiziell meine Road to Großglockner Berglauf.

Nach dem Erstgespräch. Das Ziel ist definiert. Jetzt wird trainiert.


Der Meister und sein nächster Schüler

Montag, 27. März - 17:00 - 18:00
"Training der Lauftechnik"

Schon am Montag darauf traf ich Coach Michael um 17:00 beim Gasthaus Hansi, beim Eingang in die Lobau. Dort wo er einst den Benefiz Event "Laufen für Lukas" veranstaltete.
Zuerst wurde mein Schuhwerk auf Funktionalität geprüft. Ich hatte meine Trails und Asphaltschuhe dabei. Bereits hier gab es für mich das erste große Aha-Erlebnis. Danach folgte bereits die nächste wichtige Lektion in Sachen Aufwärmen und Mobilität vor einer Laufeinheit. 

Danach ging es ab in die Lobau, wo der Coach auch gleich meinen Laufstil analysierte und mir gleich meine Stärken und Schwächen aufzeigte. 
In weiterer Folge erlernte ich eine ordentliche Lauftechnik, welche mich - sobald ich sie beherrsche - um einiges weiterbringen würde. Aller Anfang ist schwer, aber das passt mir perfekt - Challenge Accepted. 


Dienstag, 28. März - 16:30 - 18:00
"1. Krafttrainingseinheit"

In meinem Trainingsprogramm von projectfit.at spielt natürlich auch das Krafttraining eine große Rolle. Michael hatte mir Übungen in bildlicher Form samt Anleitung zukommen lassen. Dazu eine kleine Vorgabe.

Diese Übungen kann man ganz leicht ohne Geräte absolvieren und sind dennoch intensiv und wirkungsvoll. 
Ich besuchte dabei mein Fitness Center und zog mich gleich in die Gymnastik Ecke zurück. Dort arbeitete ich dann ordentlich meine Vorgaben ab, notierte dabei alles auf einen Zettel. Feedback ist in der Fernkommunikation zwischen mir und dem Coach sehr wichtig. Darum möchte ich auch jeden Handgriff dokumentieren. Jede Übung, bei der ich mir unsicher bin, ob diese sauber ausgeführt wird, wird ebenso notiert wie mein punktgenaues Abschneiden bei den Übungen. Manches fällt mir leichter, manches schwerer. Aber es motiviert ...

Erstes Krafttraining mit dem abgepassten Trainingsplan


Raus aus der Komfortzone - rein in die Leistungssteigerung

Donnerstag, 30. März - 15:45 - 16:45
"Laufeinheit - neue Reize bei der Pace und Umsetzung der Technik"

Meine erste Laufeinheit mit dem angepassten Trainingsplan. Die Vorgaben des Coachs waren klar definiert. 
60 Minuten standen auf dem Programm. Und in diesem Rahmen sollte ich die neu erlernte Technik bewusst für einige Minuten ausreizen. Danach sollte ich eine Weile konstant und entspann joggen. Am Ende sollte ich die Geschwindigkeit erhöhen. Dies erfolgte ich zwei Blocks. 

Mir wurde schnell klar, dass ich wieder am Anfang stand. Auch wenn ich seit 2 Jahren aktiv laufe, so muss ich dies beiseiteschieben und mich von 0 weg neu definieren. Der Einsatz der neuen Technik verlief zwar nicht schlecht, aber sie war sehr kräfteraubend für mich. Klar, es waren ganz neue Bewegungen. Und auch die neuen Reize an der Pace verlangten mir einiges an Kraft ab. (siehe Foto) Aber genau so muss das sein. Das ist mir klar.


Samstag, 01. April - 8:00 - 10:00
"2. Krafttrainingseinheit"

Tja, wenn man für dieses tolle Krafttraining keine Geräte braucht, ja dann kann man sein Training doch gleich in die eigenen 4 Wände verlegen.
Ich habe ja alles, was ich dafür brauche. Und so machte ich es auch.

Ich versuchte die Übungen vom letzten Mal erneut ordentlich auszuführen. Auch da, wo ich noch Probleme hatte, versuchte ich noch konzentrierter zu Werke zu gehen. Das hatte diesmal, so denke ich, auf jeden Fall besser geklappt. Vielleicht lag das tatsächlich an der vertrauten Umgebung.

Erneut habe ich jede kleinste Bewegung notiert und Michael im Anschluss zukommen lassen. Es war erneut ziemlich intensiv, aber nach dem Aufstehen auch relativ erfrischend. Am selben Tag würde mir ja noch der 5 Kilometer Benefizlauf in Lassee bevorstehen, den der Coach mit eingeplant hatte.

Krafttraining - nun auch in den eigenen 4 Wänden


Zielsprint beim Lasseer Benefizlauf 2017 - 5km Volkslauf

Samstag, 01. April - 16:00 - 16:30
"Lasseer Benefizlauf (5 Kilometer Volkslauf)"

Dieses Event wurde gleich gekonnt in mein Training eingebunden. Ich hatte mir eine Zeit zwischen 26 und 27 Minuten ausgerechnet.
Am Ende waren es dann genau 28 Minuten. Diese Runden habe ich schon schneller bewältigt, allerdings kann ich mir nichts vorwerfen. Es war an diesem Tag sehr windig und an den windstillen Orten relativ warm. 

Ich bin, meiner Meinung nach, sehr konstant gelaufen. Ich hätte nicht bemerkt das ich enorm schneller oder langsamer geworden bin. Auch beim Gegenwind nicht.

Eine durchschnittliche Pace von 5:36 min/km ist durchaus OK, und auch Coach Michael meinte, diese Leistung wäre schon in Ordnung. Wir stünden erst am Anfang eines gezielten Trainings. Und er hat recht!


Sonntag, 02. April - 10:45 - 12:15
"Longjog - von Stadlau zum Rathausplatz"

Coach Michael hatte mir für Sonntag noch einen 70 minütigen Longjog aufgetragen. Ich fühlte mich aber gut, trotz Krafttraining und Benefizlauf. Ich hatte keine Beschwerden und war voller Tatendrang, ohne dabei aber übertreiben zu wollen.

Kurz davor kontaktierte ich Michael, und verlängerte nach kurzer Absprache meine Vorgabe von 70 auf 90 Minuten, in einem sehr gemütlichen Jogging Tempo. Und das hat mir richtig gut getan. Ich konnte den gesamten Lauf bei herrlichen Wetter so richtig genießen. 

Nach 12,3 Kilometer durch das prächtige Wien endete meine erste Trainingswoche mit projectfit.at. Natürlich wartet bereits mein neuer Trainingsplan auf mich. Ich stehe am Anfang, aber es geht immer weiter.

Longjog zum Bikefestival am Wiener Rathausplatz


Fazit:

Die erste Woche war schon hart. Aber nicht weil ich mich jetzt wegen des Trainings zerstört hätte. Nein, es ist das Umgewöhnen der alten Trainingsmuster auf die Neuen. Das braucht seine Zeit. Ich muss aber zugeben, diese Rolle gefällt mir sehr gut. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen, stand jedoch lange mit meinen Trainingsresultaten vor einer Wand. 

Ich fühle mich jetzt wie vor 3 Jahren, als ich beschloss für das Vertical Up in Kitzbühel zu trainieren. Damals war ich kein Läufer. Ich war nur ein kleiner Event Tourist, der zeigen wollte, dass er diese verrückten Sachen auch alle machen kann. Damals musste ich noch lernen, regelmäßig zu trainieren. Ich musste lernen das alles in meinen Alltag zu integrieren. Ich musste andere Dinge zurückstecken. Und nach und nach folgte die Steigerung.

Nun, jetzt bin ich 2 Jahre älter und sportlich reifer, aber wie man sieht, immer noch ein Unwissender. Aber das ist OK. Genau das ist der Grund, warum ich eine professionelle Betreuung wollte. Der Großglockner Berglauf ist kein Kindergeburtstag. Und ich will und werde dort nicht als Event Tourist starten. Denn ich kenne diese Strecke. Ich bin diese als Kind mal talwärts gewandert. Und wenn ich will, wandere ich diese heute auch hoch. Aber dies ist ein offizieller Berglauf mit einem limitierten Starterfeld. Und ich möchte ich, in meiner bestmöglichsten Verfassung, abliefern. Natürlich mit dem notwendigen Respekt vor der eigenen Gesundheit und vor dem Sport. Aber ich denke, Ihr wisst, was ich meine.

Dies war der Start in ein neues sportliches Leben. Es ist noch viel Luft nach oben. Es sind die besagten ... FIRST STEPS INTO A LARGER WORLD


Für Veränderung ist es nie zu spät. Fang auch Du einfach damit an ...

Infobox:

PROJECT FIT
Ing. Mag.(FH) Michael Menzel

Webseite: www.projectfit.at
 

Lasseer Benefizlauf 2017

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