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ich, am Weg

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M√
Laufen Hilft 2017 - 10 Kilometer
08.03.2017 20:08

Laufen für einen guten Zweck - Laufen mit Freunden - Laufen für die persönliche Bestmarke...

Es war schon eine kurzfristige Entscheidung mich für diesen Lauf Event anzumelden. Immerhin hatte ich die Woche zuvor erst die Streif in Kitzbühel beim Vertical Up unter großer Anstrengung erklommen. Und auch vorher hatte ich nur 4 Wochen Aufbautraining nach längerer Grippephase.
Aber ich dachte mir - was solls? 
Den 10 km Lauf kann ich sicher packen. Außerdem muss ich mir nichts beweisen. Hier steht der gute Zweck im Vordergrund. Und was natürlich auch ein großer Ansporn war, das ich die Gelegenheit bekam alte sowie neue Freunde zu treffen.

Was genau ist "Laufen Hilft" ?

Eine Sportveranstaltung zugunsten von Projekten wie zb. der St. Anna Kinderkrebsforschung und der Obdachlosenbetreuung Neunerhaus. Dabei gibt es unterschiedliche Disziplinen und Distanzen. Teilnehmen können Nordic Walker und Läufer. Dabei warten 5, 10 oder 21 km auf die Starter. Dieser Bewerb findet prinzipiell an der Prater Hauptallee statt. Start und Ziel ist der Parkplatz vor dem Ernst Happel Stadion bzw. Stadionbad. Die Strecke führt dann durch den Prater und über die Krieau wieder zurück zum Stadion. Eine Laufrunde beträgt 5 Kilometer. Mehr Informationen rund um diesen Event findet Ihr unten in der Infobox.


Nach der Startnummernausgabe tags zuvor

Bereit um laufend zu helfen


Startnummernausgabe und das große MEET & GREET 

Nach dem tollen Erfolg in Kitzbühel mit den wackeren Vertikalen wurde ich in die Gruppe der sportlichen W(a)RU(m)ler aufgenommen. Danke noch einmal an dieser Stelle. Dort lernte ich weitere sportbegeisterte Menschen kennen, wovon einige ebenfalls bei Laufen hilft antreten würden.

Am 04. März, einen Tag vor dem Event, holte ich am Vormittag meine Startnummer im Eventzelt am besagten Parkplatz beim Ernst Happelstadion. Zu diesem Zeitpunkt war es noch seelenruhig und ich konnte mir noch etwas das Startareal ansehen, ehe ich mich wieder zurückzog. 

Am Eventtag war natürlich viel mehr los. Menschenmassen von Walkern, Läufern, Supportern und Besuchern drängten sich vor und in das Startareal. Trotzdem kam es zum, wie schon in der Headline beschrieben, großen Meet & Greet.
Und da kam ich aus dem Händeschütteln, Herzen und Plaudern gar nicht mehr raus und ergründete ein weiteres Stück Land in diesem gigantisch großen Netzwerk an Hobbysportlern, Freunden, Bekannten, Verwandten und Sympatisanten. Man hat das Gefühl, das jeder den Anderen kennt und umgekehrt. Oft braucht es nur die Bekanntschaft zweier Sportler um ganze Gruppen zu vereinen. Dazu diese lockere und familiäre Stimmung sowie der Respekt unter den Menschen vor ihrer Person und ihren sportlichen Leistungen. Es ist einfach schön! 

Unterhalb findet Ihr nun Fotos vom Meet & Greet, wo es fast unmöglich ist wirklich alle auf Fotos einzufangen. Darum bitte-bitte-bitte nicht böse sein, sollte ich Jemanden vergessen haben.


hintere Reihe links nach rechts: Rene, Berndt, Martina, Denise, Edith, Petra
vordere Reihe links nach rechts: Betty, Peter, Marion

Turbo-Schnecken König Berndt

Die wackere Vertikale Denise & ich

Marion & Petra

links: der ultimative Runner Rene
rechts: Bergfex/Mister Vertical Up Emil

die tapfere Anneliese


An den Start - auf die Plätze, fertig, .......LOS !!!

Und da stehe ich nun, inmitten unter Hunderten. Die Walker hatten ja bereits zuvor ihr Werk vollbracht. Das Startsignal ertönt, doch es wird sicher noch dauern, ehe ich über die Startlinie schreiten kann. Doch nach einiger Zeit setzt sich die Masse in Bewegung und lichtet sich allmählich. Nun kann es endlich losgehen.

Die Startbahn befindet sich gleich neben dem Stadionbad am sogenannten Marathonweg - wie passend. An der Prater Hauptallee angekommen führt die Strecke nun rechts entlang der Allee. Wir überqueren die Meiereistraße und haben nun die ganze Allee für uns.
Mir geht es super. Ich fühle mich richtig fit und agil. Ich weis das ich mich von den anderen Läufern mitreißen lassen kann und halte ein für mich ordentliches Tempo aufrecht.
Die Strecke führt jedoch nicht bis zum Praterstern, sondern führt ab dem Karl-Kolarik-Weg rechts in den Prater hinein. Wir laufen vorbei am Prater Turm, dem welthöchsten Kettenkarussell. Aber auch am Toboggan, der allseitsbekannten und blieben Holzturm-Rutsche, laufen wir respektvoll vorbei.

So schnell, wie wir in den Prater gelaufen waren, sind wir auch schon wieder draußen. Nun biegen wir erneut rechts ab und laufen nun wieder in Richtung Stadion. Zunächst geht es entlang der Südportalstraße. Hier befindet sich eine Verpflegungsstelle. Wir folgen dem Straßenverlauf und schwenken hinüber zur Trabrennstraße, welche direkt bis zu den Messehallen führt. Doch bevor wir dort ankommen, führt uns der Weg hinein in die moderne kleine Siedlung nahe der Krieau.

Wenig später finden wir uns am Stella-Klein-Löw-Weg wieder und folgen diesem bis zur Vorgartenstraße, wo wir nun der der oben geführten U-Bahnlinie 2 bis zur Station Stadion folgen. Hier laufen wir wieder hinein in die Meierreistraße und laufen diese entlang bis zur Prater-Hauptallee. 

Die erste Runde ist geschafft. Meine Zeit liegt bei 31 Minuten und 12 Sekunden! Die zweite Verpflegungsstelle wartet auf mich.


Bilder während des Laufs von sportograf.com

beim Laufen durch den Prater

beim Laufen an der Krieau

Zielsprint & Salut an die tollen Cheerleader

beim Laufen durch die Allee

kurz vor dem Zielsprint

ab über die Ziellinie nach 1 Stunde 1 Minute und 24 Sekunden


Ich merke jetzt schon, dass ich für meine Verhältnisse super unterwegs bin. Doch kann ich es schaffen sogar unter 60 Minuten zu laufen? Das wäre sensationell. Aber lassen wir die Kirche mal lieber im Dorf. Ich darf nicht langsamer werden, sollte meinen Schnitt beibehalten.

Doch zu meiner Überraschung geht es mir auch in der zweiten Runde relativ gut. Ich merke auch kaum, dass ich langsamer werde. Ich habe wirklich das Gefühl konstant dahin zu schweben. 
Erneut geht es durch die Allee, dann über den Prater in die Krieau und dann zurück zum Stadion. Dort enden dann mein 10 Kilometer mit dem Zieleinlauf an der Marathonstraße. 

Ich lege noch einen letzten Sprint hin und überschreite die Ziellinie nach 1 Stunde 1 Minute und 24 Sekunden!  Das ist meine persönliche Bestmarke auf 10 Kilometer. Ein tolles Gefühl. Und das alles so unbeschwert und unangekündigt.
Nach nur 4 Wochen Training, Vertical Up, Fussballturnier am Freitag davor und nur einen Regenerationstag dazwischen ist das für mich wirklich sensationell stark und baut mich extrem auf. Training und Konstanz zahlen sich wirklich aus.

Natürlich gab es im Ziel wieder ein kleines Come Together. Im Grunde blickte ich nur in glückliche und zufriedene Gesichter. Ich denke, alle waren so weit mit ihrer Leistung zufrieden. Ich denke, unsere Wege werden sich in Zukunft noch viel öfter kreuzen. Und das ist gut so. Ich freue mich schon sehr auf das nächste Wiedersehen!

links: Feiern mit den Finishern ist angesagt
rechts: Familie Turbo Schnecken vereint im Ziel


Fazit:

Doch so sehr ich mich über meine Leistung freue, viel wichtiger ist der Gedanke hinter diesem Bewerb. Ich bin froh, dass ich gesund bin und jeden Tag an mir arbeiten darf. Andere Menschen haben nicht so viel Glück. Und darum ist es ganz wichtig, seine eigene Gesundheit nicht als selbstverständlich zu erachten. Natürlich ist jeder für sein Leben in gewisser Weise verantwortlich, aber manchmal hat man selbst keinen Einfluss darauf, wie einem das Leben mitspielt. Und genau für diese Menschen sollte man sich in den Dienst der guten Sache stellen. 

Es ist wichtig ein Zeichen zu setzen. Ich habe vernommen, dass es möglicherweise das letzte Laufen hilft war. Das wäre sehr schade, denn die Atmosphäre war genial. Und ich hörte das in all den letzten Jahren doch beträchtliche Summen zusammen gekommen sind.

Mein nächster Laufevent wird jener in Lassee (NÖ) sein. Dort nehme ich auch schon zum dritten Mal teil und werde - wie jedes Jahr - den 5 Kilometer Volkslauf in Angriff nehmen. Erneut handelt es sich um einen Benefizlauf. Und erneut werde ich dabei auf viele Freunde treffen.
Was meine Laufen-hilft Teilnahme betrifft, so kann ich dieses Kapitel mit einem zufriedenen Lächeln abhaken und weiter vorwärts blicken.

Infobox:

Laufen Hilft - Österreichs Laufopening
Sportograf.com


Mein Runtastic Ergebnis:

Video Clip:

Wanderpuzzle Kreuzstetten
Strasshof an der Nordbahn

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