Wandern - Weitwandern - Bergwandern - Outdoor Sport

ich, am Weg

Man muss auch ab und zu über sich selbst lachen können :-D

Wenn man viel unterwegs ist, und dabei immer eine Kamera parat hat, dann weis man das nicht alle Bilder den Status "perfekt" verdienen *hehe*
Doch der Bilderurheber hat ja bei seiner Berichterstattung immer den großen Vorteil das er diese, nennen wir sie "besondere Fotos" tief im hintersten Kellereck verbergen kann.

Doch die Menschheit ist bereit für die Wahrheit! Die Zeit ist reif um alle Karten auf den Tisch zu legen! Ihr sollt sie zu Gesicht bekommen...

...meine OUTTAKE-FOTOS !!

Ich wünsche Euch viel Spaß mit dieser kleinen humoristischen Sammlung von Ich, am Weg Fotos, die lange versteckt werden konnten.
Ich hoffe ich kann Euch damit ein kleines Schmunzeln abverlangen und Euch unterhalten.

Vorallem solltet Ihr immer daran denken nicht immer alles so ernst zu nehmen :-D

VIEL SPASS..

...wenn man in Mörbisch seine 75 km beim 24h Burgenland Extrem feiert, während sich andere draussen noch abmühen :-D

...die Wahrheit tut manchmal schon weh *hehe*

...gute Frage - nächste bitte? *hihi*

Bei gefühlten Minus 100 Grad auch verdammt notwendig :-D

...nur gut das dies nicht das Zeitungstitelbild zum Vertical Up 2016 in Kitzbühel geworden ist...

Blick oder Mund? - einer von beiden lügt :-D

Eine gute Gerstensaft-Elektrolyte kann man sich immer mal gönnen oder? :-D
 

...wie war das noch mal mit der Gerstensaft-Eletrolyte?

Nun, so tief ist der Heidibrunnen nun auch wieder nicht :-D

Tja, ein richtiger Holzkopf eben..... Gemeinsam mit einer Holzfigur :-D

Hmmm, da bekommt man doch Lust auf ein Glas Hartplastik-Milch oder? *hehe*

...nach der erfolgreichen Reanimierung... :-D
 

Man sagte stets - Napolion war nicht besonders groß. Hmmmm, sooo klein ist der garnicht. Oder bin ich.....?  :-D :-D :-D

... aber nur fast ...

Touristenfreundliche Kühe beim Stubenberghaus am Stuhleck *ggg*

...hmm, dürfte doch der Zentralalpenweg sein HEHE

Endlich...im Mürztal gibts eine Pilgerrast

Kein Problem, dann drehen wir halt wieder um... *gg*

Meister Yoda würde sagen: "Viel zu lernen, der Wiener, noch hat..."

Wettermanderl bleib in der Hütte :-D

Gut gebrüllt Löwe!

So sieht es aus wenn das Pilger-Dreamteam ins Ziel kommt :-D

Das musste einfach mal gesagt werden *hihi*

Der ehrlichste Gesichtsausdruck des Jahres wurde beim Vertical Up 2016 in Hinterstoder entdeckt :-D

So, das waren sie! Einige meiner Outtake-Fotos. Ich hoffe Ihr hattet Spaß damit. Mal sehen was das kommende Jahr für "Ups" Momente parat hat.

Liebe Grüße

euer Peter

Kommentare

Hier und da erscheint bei Euch auf Facebook ein Blog-Bericht von Ich, am Weg.
Meine Freunde, und natürlich auch meine treuen Leser, wissen sofort "Oh, Peter war mal wieder unterwegs" und klicken auf die Homepage www.ich-am-weg.at. Und dann seht Ihr einen, so hoffe ich, spannenden Wanderbericht mit nützlichen Infos,  vielen Fotos, einer Karte und sogar einen kurzen Film Clip. Eventuell gefällt Euch der Bericht oder - noch besser - er motiviert und inspiriert Euch Eure nächste Wandertour dementsprechend zu planen.

In letzter Zeit sind einige von Euch an mich herangetreten und haben gefragt wie so eine Wanderung samt Bericht eigentlich entsteht.
Wahrlich, da steckt schon einiges an Recherchen, Arbeit und vorallem Zeit dahinter. Aber ich liebe mein Hobby und bezeichne dies nicht wirklich als Arbeit. Und ich bin auch immer gewillt mich zu entwickeln. Ich bin noch lange nicht an meine Grenzen gestoßen :-)

Doch zurück zur Frage "Wie entsteht ein Ich, am Weg - Bericht" ?

Die folgenden Schritte zeigen Dir wie Ich an meine Projekte herangehe, mit welchen Tools ich arbeite und was getan wird ehe meine Berichte online gehen.

Viel Spaß :-)


Am Anfang steht immer DIE IDEE

Alles beginnt natürlich mit der Idee. Mir stellen sich da mehrere Fragen. Möchte ich ein bereits begonnenes Thema, wie zb. Stadtwanderwege, fortsetzen oder eine komplett neue unabhängige Wanderung machen?
Der Faktor Zeit spielt dabei natürlich eine wesentliche Rolle, denn er bestimmt oftmals auch den Ort wo ich verweilen möchte. Auch den finanziellen Rahmen darf ich dabei nicht ausser Acht lassen oder die Anreise.
Wichtig ist mir jedoch das man über dieses Thema etwas erzählen kann. Immerhin möchte ich Dir ja vermitteln was es da spannendes zu entdecken und erleben gibt.


Danach geht es ab zur AUSARBEITUNG

Mit den hilfreichen Tools von Alpenvereinaktiv oder GPSies erstelle ich einen Rohentwurf der Wanderung. Vorallem bei Alpenvereinaktiv sind bekannte Wanderwege bereits vorgezeichnet. Am Rohentwurf sehe ich gleich wieviele Kilometer und Höhenmeter zurückgelegt werden müssen. Auch die geschätzte Zeit kann man ablesen.
Wenn der Track für mich passt, dann speichere  ihn direkt auf mein Navigationsgerät "Garmin T600". Danach suche ich über diverse Internetmedien nach Informationen zur Wanderung, sowie mögliche Übernachtungs und Einkehrmöglichkeiten wie Anreiseinformationen, Kosten etc.

 


Und los geht es mit der AUFZEICHNUNG

Mit dem gespeicheten Track am Navigationsgerät brauche ich die Tour einfach nur abmarschieren, was natürlich sehr praktisch ist da man sich kaum verläuft.
Während der Wanderung mache ich Fotos mit meinem Smartphone Samsung Galaxy A5.
Sehenswürdigkeiten aller Art dokumentiere ich mit der Diktatfunktion am Handy, damit ich sie später beim Berichtschreiben nicht vergesse.
Wichtig ist für mich jedoch die möglichst authentische Berichterstattung via Video Clips. Ich filme seit einiger Zeit schon mit der GoPro Hero 3+ und bin sehr begeistert. Dazu nutze auch gelegentlich den dazugehörigen Brustgurt für optimale On-Way Einstellungen.

 


Alles noch im BILD?

Kaum wieder zuhause angekommen beginnt der eigentliche Weg zum Wanderbericht. Es ist garnicht so leicht aus sovielen tollen Fotos die richtigen zu erwählen. Oft schafft es gerade mal ein Drittel in den eigentlichen Bericht.
Eigentlich macht mein Smartphone recht gute Bilder, doch hier und da gilt es kleine Fehler auszubessern wie Licht, Farbgebung oder Schärfe.
Um die Fotos optimal zu bearbeiten nutze ich den Jasc Paint Shop Pro 9, oder die Freeware Pixl.com. Letztere kann ich einfach nur empfehlen. Man kann damit Fotos wirklich schnell und bequem bearbeiten. Dazu ist sie kostenlos. Die Fotos, welche es in den Bericht schaffen, werden extra abgespeichert.

 


Los gehts mit dem BERICHT

Jetzt geht es darum das Erlebte spannend zu erzählen. Über meinen Webanbieter kann ich den Bericht gleich direkt in einen Blog verfassen, formatieren und abspeichern.
Ich versuche in meinen Berichten die Dinge so zu schildern wie ich sie selbst wahrgenommen habe. Dazu kommen aber natürlich auch wichtige Informationen und Fakten zum jeweiligen Thema. Dazu verwende ich dann auch meine gesammelten diktierten Audioformate.
So gut es geht versuche ich die Berichte in einem überschaubaren Rahmen zu halten. Sie sollen spannend sein, aber auch nicht zuviel verraten.

 


Der TON macht die Emotion

Text und Fotos sind nun formatiert. Nun kommt der Mediateil mit Facebook und Youtube. Doch bevor ich den Flim Clip erstelle muss das passende Musik Thema her. Ich wollte nie abhängig von gema- und lizenzfreien Musikstücken sein. Als klitzekleiner Hobby-Musiker habe ich die Möglichkeit mir selbst Hintergrundmusik zu basteln.
Hierfür verwende ich den Magix Samplitude und Music Maker 2014 so wie diverse Sample-CDs, ebenfalls von Magix. Das ist ziemlich simpel aber sehr effektiv.
Ich versuche dabei die erlebte Tour möglichst empfindungsnah in Klänge zu verarbeiten. Zb. Chöre und Orchestralmusik am Bergipfel. Es kommt ganz auf die Gefühlslage an. Am Ende speichere ich das Stück und setze es in den Clip ein...

 


Ein WANDER-FILM-CLIP entsteht

Meinem hoffentlich guten Bericht fehlt noch etwas. Genau - der Video Clip. Hierfür verwende ich das Programm Magix Video Deluxe 2014 welches für mich vollkommen ausreichend ist.
Hier werden meine GoPro Clips von der Tour noch einmal bearbeitet und zurecht geschnitten. Ich kreiere Übergänge und passe den Ton an. Später erstelle ich das Front und Back Bild der Tour sowie das Thumbnail für die spätere Youtube Version. Am Ende füge ich das selbst erstellte Musik-Thema zum Clip ein und fertig ist der kleine Film. Ich speichere den  Clip ab und lade ihn schließlich auf meinen Youtube Kanal hoch. Und schon könnt Ihr mein Abenteuer miterleben :-)


 


Und fertig ist der BERICHT

Das Ergebnis ist das was Ihr auf meiner Homepage oder auf Facebook sehen könnt. Die Berichte werden als Blog auf meiner Homepage gespeichert. Auf der Startseite sieht man immer die letzten 5  aktuellen Berichte. Im Bereich Blog Archiv könnt Ihr alle Berichte nachlesen bis zu jenem Punkt als ich mit Bloggen begonnen habe. Auf Facebook folgt immer eine Verlinkung.
 


So, ich hoffe ich konnte Euch einen kleinen Einblick über die Herangehensweise und Verarbeitung meiner Wanderungen geben. Im Übrigen läuft das mit den Berichten zu den Sport Events ähnlich ab.

Es gibt jetzt auch die Möglichkeit sich für meinen Newsletter einzutragen. Viele meiner Freunde oder Interessenten sind nicht im Social Media vertreten. Ihr könnt Euch nun per Mail informieren lassen, wobei ich hier alle 1-3 Monate eine Mail verfasse. Also kein Spam :-) Den Eintrag in den Newsletter könnt Ihr über die Startseite machen.

Ich hoffe Euch hat dieses kleine Making of "Ich, am Weg Berichte" gefallen!

Also dann, ... bis zum nächsten Bericht ;-)

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Hand aufs Herz...

Wann seid Ihr zuletzt barfuß über einen Waldboden marschiert? Wisst Ihr noch wie sich weiches Gras zwischen den Zehen anfühlt? Habt Ihr ohne Schuhwerk auch soviel Respekt vor Kiesel, gehackten Holz oder Baumzapfen?

Ja, wir benützen unser Gehwerkzeug sehr häufig und schützen es durch so manches Schuhwerk. Doch manchmal tut es dem Körper und Geist auch einfach gut die Schuhe abzustellen um mit seinen blanken Füßen seinen Untergrund wieder einmal richtig wahrzunehmen. Der gesundheitliche Aspekt am Barfußgehen ist unumstritten.
Es bietet ein ausgeglichenes Training und stärkt die Muskulatur bzw. bestimmte Muskelgruppen. Auch Verspannungen können dadurch abgebaut werden. Und mal abgesehen davon kann es auch richtig Spass machen. Wie? - Nun seht selbst...

Drei meiner engsten Freunde und ich hatten für einen Kurzurlaub das schöne Bad Mitterndorf im Ausseerland/Salzkammergut gewählt. Ein Ort der mir persönlich ja schon sehr lange bekannt ist und mit dem ich mich sehr verbunden fühle. Wir hatten die Skisprungschanze am Kulm besucht, waren mutig zur Simonywarte empor gestiegen und erkundeten den Grundl-, Toplitz und Kammersee. Doch unser größtes Abenteuer lag noch vor uns. Nämlich der Barfußpark in Bad Mitterndorf.

Ich hatte ihn im August 2012, kurz nach seiner Eröffnung, bereits kennenlernen dürfen. Ich freute mich aber schon sehr auf dieses Wiedersehen.

Der Barfußpark wurde am 1. Juli 2012 gegenüber von der Grimming Therme errichtet. Der Weg selbst ist in etwa 1 Kilometer lang und bietet an 17 verschiedenen Themenstationen unterschiedlichste Untergrundformen oder Hindernisse welche es zu überwinden gilt. Zwischen den Stationen marschiert man auf angenehmen Gras, welches den Füssen Erholung bietet. Der Eingang zum Barfußpark liegt direkt an der Straße zum Salza-Stausee. Der Pfad beginnt beim Thermalbrunnen. Dort wartet eine praktische Schuhablage.

Zunächst marschiert man über eine winzige Holzhängebrücke weiter zu einem Holzsteg über den Wasserlauf des Waldrandes. Hier beginnt nun die Erste von 17 Stationen.

Diese 17 Stationen warten auf Dich:

Station 01: Holzbrücke
Station 02: Holz & Stein
Station 03: Lavakiesel
Station 04: Holzwippe und Bloch
Station 05: Marmorbruch
Station 06: Findling - Pfahlweg
Station 07: Hinterberger Bloch
Station 08: Grobkörniger Sand
Station 09: Stiegenweg
Station 10: Salza Flusskiesel
Station 11: Rasenziegelweg
Station 12: Sölker Marmorsplit
Station 13: Hackschnitzelweg
Station 14: Balanceweg
Station 15: Holzknüppelweg
Station 16: Zapfenweg
Station 17: Waldbodenweg

Nach dem Zapfenweg macht der Weg eine Schleife durch den Wald, wo auch der Waldbodenweg wartet, und führt zwischen Station 12 und 13 wieder über den urpsrünglichen Weg zurück zum Ausgangspunkt.

Wieder beim Thermalbrunnen angekommen kann man seine Füsse beim 30 Grad warmen Thermalwasser abwaschen.

Zusätzlich wurde im Herbst 2014 angrenzend zum Barfußpark auch ein Baumlehrpfad angelegt und einige Monate später eröffnet. Diese Idee kam dem Bauherr-Initiator Franz Gepp bereits während der Bauarbeiten zum Barfußweg. Ähnlich wie beim Barfußweg hat man als Gast die Möglichkeit bei verschiedensten Stationen einiges über die Bäume der Region und deren Nutzen zu erfahren. Der Lehrpfad wurde nach dem keltischen Horoskop angelegt.

Der Eintritt in den Park ist frei. Er erfreut sich bei Gästen und den Einheimischen großer Beliebtheit.

Eine wirklich tolle und interessante Sache. Wenn Ihr mehr darüber erfahren wollt, dann empfehle ich Euch einmal die Homepage des Parks zu besuchen. Dort gibt es auch ein interessantes Video zur gesamten Barfußpark-Idee. (Link in der Infobox)

Infobox:

Auskunft:

Barfußpark & Baumlehrpfad
Franz Gepp
Nr. 387
8983 Bad Mitterndorf
Tel.: +43 (0)3623/39 46
Mobil: +43 (0)699 12338065

Homepage: www.barfusspark.at
Dort findet Ihr natürlich noch wesentlich mehr Informationen über den Barfußpark, seinen Schöpfer sowie seine Entstehung.

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...wenn es nur Gewinner gibt!

Für den klassischen Läufer schlagen beim Benefizlauf in Lassee (NÖ) zwei Herzen in der Brust. Zum Einen ist es der Start in die Saison der Ultraläufer, welche sich 3 oder gar 6 Stunden dem Rundkurs stellen. Zum Anderen unterstützt man mit bei diesem Event dankenderweise das Kinderhospiz Sterntalerhof, so dass natürlich auch viele Hobbyläufer mit der nötigen Portion Spass an den Start gehen.

Nun, knapp vor dem Ende meines 16 Wochen Laufprogramms von Runtastic wollte ich einmal richtig durchstarten und visualisieren was ich bei 5 Kilometer vollgas leisten kann.
Mein Vater "Joe" und ich waren schon im Vorjahr beim Volkslauf am Start und kamen "fast" gemeinsam nach ca. 32 Minuten im Ziel an. Diesmal wollte ich es unter 30 Minuten schaffen. Dafür war eine durschnittliche Kilometerlaufzeit - auch Pace genannt - von unter 6 Minuten pro Kilometer nötig. Und wie ist es mir ergangen?
Seht selbst... :-)

Du steigst aus dem Auto und denkst dir "Hm, schon bisserl frisch" und bist froh das du über dem Unterleiberl die Laufweste und ein Gilet anhast. Handschuhe und ein Stirnband brauchst heute auch. Es ist fast schon so kalt wie im Vorjahr, aber das zählt ja heute nicht mehr. Heuer ist es auch anders. Wir, mein Vater und ich, starten dieses Jahr erst um 16 Uhr als aller letzter Bewerb. Die Ultraläufer und Walker sind schon fertig. Letztes Jahr war es umgekehrt.

Man holt sich die Startnummer, fixiert den Chip am Schuhband, und dreht seine Aufwärmrunden. Dann tiffst du auch schon liebe Freunde und bekannte Gesichter der Szene die dir erschöpft aber glücklich erzählen das es heute schwierig ist. Sei es nun der Wind, die Luftfeuchtigkeit oder die Bodenbeschaffenheit. Doch sie haben es geschafft und du weist "Wow - die waren gerade 6 Stunden am Werken". Dagegen sind meine 5 Kilometer beim Volkslauf ja minimalst. Doch noch vor dem Start habe ich mir sagen lassen "Auch 5 Kilometer können purer Stress sein." ;-=

Kurz vor 16 Uhr gehen wir zum Start und du stehst nun mit einigen Läufern und Nordic Walkern vor der Linie. Noch mal alles checken und dann kanns ja los gehen. Der Schuss ertönt und ich laufe los.
Es gilt 1x die kleinste Runde und 2x die größte Runde zu absolvieren. Mein Plan ist es die erste - kleine - Runde zum einlaufen zu verwenden und dann aufs Gas zu steigen.
Doch schon nach 2-300 Metern merke ich das heute irgendwas nicht stimmt. Irgendwie habe ich Probleme mit der Luft. Es ist, als würde mir Jemand seine Faust zwischen die Schulterblätter pressen. Kurz vor dem Ende der kleinen Runde hat sich das Teilnehmerfeld schön verteilt. Für die Profis bin ich viel zu langsam. Aber das war klar. Ich sehe mich irgendwo im Mittelfeld. Die kleine Runde (1 km) schaffe ich nach 5 min 51 sek.

Ich beginne nun mit der ersten großen Runde und sage mir immer wieder "Bleib im Rythmus. Das Spiel Kraft und Sauerstoff spielt sich schon ein." Und das tat es zum Glück auch und ich konnte mich kontinuierlich steigern. Langsam läuft die Maschinerie und ich finde meine Ryhtmus. Diese Runde (2 km) schaffe ich in 10min 59 sek. Damit bin ich gut in der Zeit, doch ich weis das ich mich in der letzten Runde noch mal steigern muss.

In der letzten Runde denke ich mir "hm, ob ich nicht zu warm angezogen bin?" Aber sowas denkt man sich doch nicht kurz vor dem Ende oder? Ich orientiere mich an dem Läufer einige Meter vor mir. Er hat mein Tempo, doch ich kann nicht mehr schneller und somit bleibt er vor mir. Hinter mir holen zwei andere Läufer stetig auf, aber nicht schnell genug. Ich denke ich werde zwischen den Dreien ins Ziel kommen.
In der Zielgeraden erspähe ich die Uhr und ich seh das der 2er vorne steht. Ich setze zu einem 100m Sprint an und erreiche das Ziel. Für diese Runde habe ich 10 min und 35 sek gebraucht. Am Ende ergibt das eine Zeit von 27 min 26 sek. *juhuuu* Mir wird aber erst zuhause klar werden das ich für mich einen neuen Pace Rekord aufgestellt habe mit einer Zeit von 5 min 29 sek pro gelaufenen Kilometer im Schnitt.

Für mich bedeutete das Rang 5 in meiner Altersklasse und Rang 26 von 40 Startern. Damit kann ich sehr gut leben :-)

Sensationell auch mein Vater "Joe" der mit seinen fast 60 Jahren nach 32 min und 42 sek ins Ziel kommt und einen Schnitt von 6 min 33 aufweisen kann. Er hat in seiner Alterklasse sogar den 2. Platz belegt.

Am Ende gönnte ich mir noch mit Familie und meinen lieben Freunden - wobei das immer mehr zusammenwächst - noch Speis und Trank, wobei die  Geldspenden ebenso an den Sterntalerhof gingen. Im Anschluss gab es noch die Siegerehrung aller Klassen in allen Bewerben.

...und so gibt und gab es auch nach diesem Bewerb nur Sieger!

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NACH SCHOCK-MOMENT FOLGT GROSSE FREUDE

Man sagt sie sei die gefährlichste, schwierigste, unberechenbarste aber auf jedenfall bekannteste Abfahrtsstrecke der Welt. Die "Streif" in Kitzbühel. 3,3 Kilometer lang. 870 Höhenmeter. Steilste Neigung 85% Gefälle. Alle die sich mit zwei Brettern unter den Füssen todesmutig da runter jagen, und dabei Kopf und Kragen riskieren, werden als Helden gefeiert.

Beim Vertical Up wird diese legendäre Streif jedoch von Unten nach Oben bewältigt - zu Fuss!
Regeln? Gibt es nicht! Man muss nur alles aus eigener Kraft antreiben.

Im Vorjahr war das Vertical Up DER Event, welcher mich animierte über den Winter intensiver zu trainieren. Drei Monate hatte ich mich vorbereitet und dennoch stieß ich bei meinem ersten Antreten an meine Grenzen. Ich erlebte alles. Tolle Sportler und herausragende Menschen welche sich gegenseitig unterstützten und anfeuerten. Es hat etwas von diesem "Wir-" Gefühl. Leider musste ich aber auch die Schattenseiten mitansehen wie Unfälle am Hausberg oder bei der Mausefalle. Am Ende krabbelte ich nach 1 Stunde und 44 Minuten ins Ziel.

Wir schreiben das Jahr 2016 !!!

Aus dem Vertical Up wurde nun die Vertical Up Tour welche in Hinterstoder, Pinzolo, Kitzbühel und Wengen halt macht. Mein Ziel war primär die Streif noch mal zu erstürmen um meine Zeit zu unterbieten. Die Destination in Hinterstoder kam mir sehr gelegen, da ich dort so zu sagen schon mal den Ernstfall unter neuen Rahmenbedingungen testen konnte. (siehe Blogeintrag Hinterstoder)

An die 1000 Teilnehmer lockte die Streif dieses Jahr wieder an. Schon seit Wochen waren die Startplätze restlos vergeben. Das Wetter war optimal. Fast so wie im Vorjahr. Ich kam um 15:30 in Kitzbühel an und holte mir meine Startnummer im K3 Center. Danach marschierte ich zum Zielhaus am unteren Ende des Hausberges, dort wo bei der Abfahrt der Zielsprung verläuft. Ich machte mich startklar und wärmte mich auf.
Diesmal durften die Teilnehmer bereits das Startareal nutzen um sich mit der Beschaffenheit vertraut zu machen. Und so marschierte ich nach oben bis zur 6 Meter hohen Gamstafel. Und ab diesen Moment wusste ich "Heute bin ich super in drauf. Heute fällt meine Bestzeit". Doch es sollte zunächst anders kommen.

18:30 - 1000 Starter stehen am Start. Ein Kanonenschuss wird zum Startsignal.
Ich laufe los - ja ich laufe! Ich strotze voller Energie. Ich weis, heute muss ich bei den weniger steilen Passagen schneller sein als normales Schritttempo. Nur dann pack ich meine Zeit bei weitem.
Ich überwinde den Zielsprung ohne Probleme und stehe nun vor der Abzweigung Hausberg mit Hausbergkante und Familienstreif richtung Slalom Hang. Für mich ist klar - wie im Vorjahr gibts für mich nur die originale Strecke.

Schon bald zeigt der steile Hausberg sein wahres Gesicht. Doch das kannte ich aus dem Vorjahr. Ich konzentrierte mich nur auf mich und mein persönliches Tempo sowie meine Technik - Spikes und Walkingstöcke! Ganze Sohle, Stöcke einpieksen, Schwerpunkt vorne Halten, Nachziehen. - Toll wie das heute funktioniert

Doch dann folgt bereits der erste Schrei "Achtung!" und das Menschenbowling beginnt - wie schon im Vorjahr - erneut. Der Hausberg ist heuer pickelhart vereist. Ich tu´ mir sogar schwer meine Stöcke in das Eis zu stoßen. Das Problem haben auch andere Teilnehmer, rutschten aus und kullerten den steilen Hang hinunter. Das ist mitunter sehr gefährlich, weil man dabei ein hohes Tempo erreicht und seinen Fall nicht steuern kann. Rutscht Jemand vor dir aus bist du ebenfalls weg. Obwohl ich also super drauf bin beschließe ich kein Risiko zu nehmen und entscheide mich - wie viele Andere auch - mitten am Hang den Weg ganz rechts zur Seite zu wagen. So bildet sich zwar ein Stau, aber dort kommt man besser voran.

UND DANN passiert es. Gut 10 Meter vor mir rutscht ein Läufer aus und kann sich nicht halten. Instinktiv mache ich einen Schritt zur Seite, so das er mich nicht über den Haufen rutscht. Doch nun habe ich das Dilemma. Mein rechter Fuss ist nun zu weit weg. Mein Körpergewicht ist nicht mehr ausgeglichen verteilt. Ich hole mit dem rechten Walkingstock aus um die Stahlspitze ins Eis zu rammen. Doch durch die Hektik fahre ich ins Leere und durch den Stoß verliere ich das Gleichgewicht endgültig...

...und was binnen weniger Sekunden passiert erscheint dir wie eine gefühlte Ewigkeit. Du weist was Dich nun erwartet. Du weist das du gleich sehr hart fallen wirst. Du weist das du keine Chance mehr hast dich festzuhalten. Du weist das du jetzt absolut keine Chance mehr hast deinen Fall zu verhindern...

"Platsch" Ich lande rechts unsanft auf meine Rippen und auch mein rechts Knie knallt am harten Eis auf. Danach kommst Du dir vor wie in einer Waschmaschiene. Links - Rechts - Rauf - Runter - Quer - Vertikal - Alles!
Du wirst schneller und schneller und du hoffst nur das da jetzt nicht irgendwo ein Gegenstand - oder womöglich sogar ein Mensch - deinen Weg kreuzt. Du kannst nämlich nichts machen. Bist nur Passagier.

Eine Kerbe mit etwas tieferen Schnee bremst meine Rutschpartie und ich bekomme eine kühle Schneemaske ab. Dann ist es kurz still. Mein erster Gedanke - mein rechtes Knie! Das hat weh getan. Hoffentlich ist da alles heil. Ich greife mit dem rechten Arm hin und merke das ich kein Gefühl im Mittelfinger der rechten Hand habe. Der war eiskalt. Womöglich habe ich mich krampfhaft versucht am Eis festzukrallen. Ich beschließe nicht liegen zu bleiben, da ich sonst auskühle und springe schnell auf. Auch um den Streckenpoten zu signalisieren das alles halbwegs ok ist. Doch ist es das? Mal sehen. Rippen? - Ok! Knie? - Phu, scheint auch gut zu sein. Mittelfinger? Blutversorgung ist wieder da. Dann überkommt es mich. Das waren jetzt gut 80 Meter oder mehr? Hinter mir sind vielleicht noch 5 Teilnehmer und der Abschluss- Rennposten.  Oh nein! Ich bin wirklich gestürzt! Das hol ich niemals auf! Ich stampfe weiter, will intuitiv wieder auf den Hausberg. Doch ein Rennposten fährt auf seinen Skiern zu mir und sagt das die Rucksack Klasse jetzt doch besser über den Slalom Hang gehen sollte. Ernsthaft? Und das können die nicht früher sa.... ach was solls. Das spielt jetzt ohnehin keine Rolle mehr.

Noch ziemlich erschrocken stapfe ich also über den Slalom Hang. Weit abgeschlagen vom restlichen Feld und wohl auch hinter meiner persönlichen Bestzeit. Und nun ging ich auch noch den Weg der etwas länger ist als der Hausberg. Nach dem Schrecken folgt dann das obligatorische - jeder ist Schuld nur Du selbst nicht - gefolgt vom - ich bin so dumm. wieso ich?

Und während ich mich das frage bemerke ich wie meine Beine mich immer besser über den Hang tragen. Gerade habe ich gefühlte 10 Teilnehmer überholt. Und das nicht mal auf einer Ebene. Und als mir das bewusst wird weichen alle diese Gedanken einem Einzigen "So du deppater Hügel - mit mir nicht" *ggg*
Wenn dies das Ende meines Vorhabens einer besseren Zeit sein sollte, dann sollte Kitzbühl noch einmal einen Karwendelkiller erleben wie sonst noch nie. Mit diesen Gedanken motiviere ich mich und starte nun voll durch.

Ich trabe hoch zur Hausbergkante und nehme die Schneise rauf zur Seidlalm ohne größere Mühe. Bei der Labestelle drückt man mir einen Tee in die Hand. Ich trink den Becher aus und gebe ihm den nächsten Streckenposten. Ich muss weiter. Nun spüre ich doch das Knie und die Rippen - aber ich muss weiter.

Bei der alten Schneise weis ich - geht es für einen Moment bergab - das muss ich nutzen! Ich "laufe" den Trichter hinab und nehme den Schwung mit nach oben zum steileren anderen Ende des Trichters. Oben angelangt folgt das "angenehmste" Stück. Eine fast Ebene strecke bis zum Einstig in den Steilhang. Diesen erlaufe ich fast und erreiche den Steilhang. Der ist ebenfalls festgefrohren und die Läufer wissen mittlerweile was sie zu tun haben. Genau - alle rechts! Schritt für Schritt! Stau! Egal - jetzt möchte auch nicht noch einmal abrutschten.

Nachdem Steilhang wird es laut. Man hört bereits die Moderation vom Streif Starthaus - unser Ziel! Und dann gibt es das Wiedersehen mit der Mausefalle, welche mit griffigen Tiefschnee eine richtige Wohltat ist. Das erste Stück stapfe ich hoch. Bei den 85% Gefälle nehme ich wieder das Seil zur Hilfe. Wenn man nicht auf allen Vieren klettern will brauchst Du es.

Aber dann kurz vor dem Ziel höre ich wie der Moderator sagt "Wir haben nun 1 Stunde 30 Minuten..."

Was?! WAS?! Hab ich mich verhört? Nur noch der Startschuss und ich bin bei 1,5 Std? Es sind noch 100 steile Meter ins Ziel. Das Teilnehmer Paket vor mir stapft links neben dem Holzzaun über plattgetretene Fuss-Stufen nach oben. Nein - das dauert mir zu lange! Ich hole alles aus mir raus und wähle die Querfeldein Variante. Ich beisse, stapfe, piekse - überhole das Feld und stürze nach 1 Stunde 33 Minuten ins Ziel. Ich hatte meine persönliche Bestzeit trotz Sturz und Umleitung auf einen längeren Weg um knapp 12 Minuten unterboten.

Diese Medailie bekommt einen Ehrenplatz!

Sie wird mich immer daran erinnern das man immer wieder aufstehen muss, egal wie oft man zu Boden geht.
Fortuna hat mich vor einer Verletzung bewahrt und meine mentale Einstellung mit meiner Bestzeit belohnt.
Ich bin wirklich sehr dankbar und versuche dabei demütig zu bleiben.

Trotzdem fahlem Beigeschmack reise ich glücklich heimwärts.

Infosbox:

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