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ich, am Weg

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Bergwandern auf das Kellerjoch (2344m)
18.09.2013 20:06

Auf das Kellerjoch in neue Dimensionen!

Mein - quasi - Landurlaub im September 2013 führte mich nach Tirol ins Zillertal. Genauer gesagt nach Fügen. Nicht nur das ich dort einige Tage ausspannen konnte und den traditionellen Almabtrieb mitverfolgen durfte, so stand auch die Besteigung des 2344 Meter hohen Kellerjochs auf dem Programm.

Und beinahe wäre es gar nicht dazu gekommen, denn am Vortag hatte es bis auf 2000 Meter geschneit und sämtliche Gipfel des Zillertals erstrahlten im weißen Glanz. Die Familie Hanser vom Landhaus Katharina tat wirklich alles um mein Bergabenteuer zu ermöglichen. So riefen sie bei der Wetterzentrale an und erkundigten sich über das Wetter am nächsten Tag. Und die Wetterzentrale gab "bergfrei". Und somit konnte ich starten.


Um 6 Uhr morgens beginnt der Gipfelsturm

Blick hinab auf Fügen im Zillertal

Der Weg ist anspruchsvoll

die Geolsalm auf 1733m


Wegbeschreibung:

Diese Bergtour startete vor meinem Quartier, dem besagten Landgasthof Katharina in Gagering, einem kleinen Vorort von Fügen. Die ersten Kilometer führen über die Zillertaler Bundesstraße in den Süden nach Fügen.
Ich verlasse die Zillertaler Bundesstraße und marschiere entlang der Fügen Hauptstraße über den Söllbach weiter hinein in das Zentrum des Ortes. Bei der Pfarrkirche biege ich dann rechts in die Hochfügnerstraße ein und folge dieser weiter.

Bei der vierten Abzweigung nach links folge ich schließlich der Nagerlgasse bis zur Ecke Haidbachweg. Diesem folge ich ebenfalls weiter, bis er in den Gusterweg einmündet und so westlich aus Fügen heraus führt. Bereits hier werden die ersten Höhenmeter in Angriff genommen.
Ich folge dem Gusterweg, der dann eine scharfe Linkskurve macht. Dort gibt es nach der Überquerung es Haidachbachs den Einstieg in einen kleinen Steig, der kurz durch den Wald führt. Nun marschiere ich entlang des Waldrandes und erkenne vor mir die Gondelbahn zur Spieljoch Bergbahn Mittelstation.

Links neben der Bergbahn grenzt ein kleines Waldstück an. Ich überquere den Nellenbergbach und betrete den schmalen Steig, der nun direkt im Wald nach oben führt. Hier gewinne ich nun rasch an Höhenmeter. Der Weg ist teils verwurzelt, teils steinig. 
Schließlich erreiche ich eine kleine Bergsiedlung am Sonnberg. Hier entspringt auch der Nellenbergach. Kurz folge ich der Serpentinstraße des Laststattweges, ehe ich einem weiteren Waldpfad aufwärts folge. Hier treffe ich erneut auf die Bergbahn und marschiere nun wieder rechts davon weiter.


die Gartalm auf 1849m / rechts - der Kellerjoch-Gipfel

die Kellerjochhütte auf 2237m

entlang des steinernen Hochlegers

Klettersteig zum Kellerjoch-Gipfel


Es dauert nicht lange und ich erreiche die Geolserstraße nahe einer weiteren kleinen Siedlung und der bekannten Apriski Hütte Wespennest auf ca. 1100 Metern. Ich folge der Geolsertraße nun westlich bis zur Siedlung rund um den Wildbaum. Einige Kurven entlang der Geolserstraße später stehe ich auch schon vor der Kohleralm, nahe der Kohlerhütte. Gleich darauf ist das erste Ziel erreicht. Die Spieljochbahn Mittelstation auf knapp 1200 Meter Höhe. Hier lege ich eine kleine Rast ein.

Hier sollte man sich nun die Beschilderung genau ansehen. Ich folge dem Weg in Richtung Geolsalm. Der Pfad zur Geolsalm zieht sich nun etwas, ist aber dafür wunderschön. Man genießt förmlich jeden weiteren Höhenmeter. Trotzdem sollte man achtgeben, denn auch hier bewegt man sich die meiste Zeit auf steinigen oder verwurzelten Untergrund. Nach gut 500 kräfteraubenden Höhenmetern erreicht man nun die offene Fläche der Geolsalm auf über 1700 Höhenmetern. Ich folge dem Pfad um den Kellerjochrücken herum, bis ich das Kar des Gartalm Hochlegers, und somit die Gartalm erreiche. Zu meiner Rechten erkenne ich nun zum ersten Mal den Gipfel des Kellerjochs. Zu meiner Linken erstreckt sich die Felswand des Kuhmessers.

Bei der Gartalm auf über 1800 Metern Höhe sollte man noch mal seine Kräfte mobilisieren, denn nun folgt der Aufstieg entlang des Hochlegers über einen schmalen Bergpfad hoch zur Kellerjochhütte. Nach weiteren 350 Höhenmetern hat man diese schließlich erreicht und kann schon einmal einen herrlichen Rundumblick wagen. Für die letzten 100 Höhenmeter zur Gipfelkapelle muss noch ein kleiner, mit Stahlseil versicherter, Klettersteig überwunden werden. Hier sollte man auf jeden Fall schwindelfrei und trittsicher sein. Doch letztendlich erreicht man die Gipfelkapelle am Kellerjoch auf 2344 Meter.

Nach einer kurzen Rast trete ich nun den Rückweg an. Zunächst steige ich über den Klettersteig zurück zur Kellerjochhütte und stapfe vorsichtig den Pfad durch den Hochleger zurück zur Gartalm. Dort schlage ich den Weg zurück zur Geolsalm ein, biege dann aber links ab und folge dem Weg zur Spieljoch Berstation. Diese Variante sollte man nicht unterschätzen, denn zunächst steigt man doch wieder über 400 Meter talwärts, ehe man dann noch einmal fast 200 Meter zum Onkeljoch emporsteigt. Nach diesem letzten Aufstieg auf das Onkeljoch habe ich bereits 2334 Höhenmeter aufwärts zurückgelegt. Bitte bedenkt dies stets, wenn ihr diese Tour machen wollt.

Vom Onkeljoch geht es nur noch langsam bergab bis zur Bergstation. Dort steige ich dann erschöpft aber zufrieden in die Gondel und lasse mich, mit einmal Umsteigen bei der Mittelstation, zurück nach Fügen in Zillertal bringen.


das Kreuzjoch bzw. der Kellerjoch-Gipfel auf 2344m

Blick zurück zur Kellerjochhütte

Blick auf Jenbach

mein Foto bei der Gipfelkapelle

Blick auf das Metzenjoch

Spieljochbahn Bergstation


Infobox:

Fügen im Zillertal
Spieljochbahn
Kellerjochhütte
Geolsalm
Gartalm

GPS Karte HIER downloaden!

VIDEO CLIP:

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